Viele neue Schätze für die Bücherbörse

Von: Stefan Schaum
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Bergmanns-Chroniken und Bergmannsgerät: Bei der Bücherbörse gibt es beides. Sehr zur Freude von Bürgermeister Arno Nelles, Initiator Wilhelm Peters, Sigrid Kerinnis, Chefin des Alten Rathauses, und Kulturstiftungsvorsitzendem Achim Großmann (v.l.). Foto: Stefan Schaum

Würselen. Für Freunde antiquarischer Werke ist die Würselener Bücherbörse seit jeher eine Fundgrube. Bei deren elfter Auflage am Samstag, 2. März, packt ihr geistiger Vater Wilhelm Peters noch einige „Schatzkisten“ oben drauf. So nennt der Redakteur unserer Zeitung all die Dinge, die sich thematisch an Bücher anlehnen, wie im Fall des Bergbaus.

Neben Chroniken und Bildbänden hat er nämlich auch alte Grubenlampen, Kohleskulpturen oder einen ledernen Bergmannshelm von 1920. So wird das Angebot diesmal noch ein wenig umfangreicher ausfallen.

Überhaupt ist die Börse im Lauf der Zeit ordentlich gewachsen. Zu den Büchern – gut 120 laufende Meter Standfläche sind allein dafür reserviert – sind auch Vinyl-Schallplatten, CDs und Musikkasetten gekommen sowie alte Postkarten oder großformatige Fotografien. Hochwertig: Das ist das Stichwort, das all diese Dinge verbindet.

„Wer bei uns nach Konsalik oder Simmel sucht, wird wohl nicht fündig werden“, sagt Sigrid Kerinnes, Chefin des Alten Rathauses. Ein Bücherflohmarkt soll die Börse eben nicht sein. Kleine Preise gibt es dennoch. Wilhelm Peters: „Wir verkaufen hier teuer gehandelte Bücher zu günstigen Preisen. Das wissen Sammler zu schätzen.“

Möglich wird das, weil die angebotenen Dinge in der Regel gespendet worden sind. An Auswahl mangelt es dabei nicht, denn verkauft wird für den guten Zweck: Der Erlös aus den Buchverkäufen, beziehungsweise die Standmieten, die Privatverkäufer entrichten müssen, kommt „Menschen helfen Menschen“, dem Hilfswerk des Zeitungsverlags Aachen, zugute. Peters: „Die Bereitschaft, uns dafür Bücher und anderes zur Verfügung zu stellen, ist ungebrochen groß.“

Anderes wird speziell für die Börse aufgelegt, wie die Grafiken von Künstlern aus St. Petersburg, die das Kulturbüro der Stadt an einem Stand anbieten wird. Mit großem Andrang ist zu rechnen. Bis zu 4000 Besucher haben die vergangenen Bücherbörsen verzeichnet, Tendenz steigend. Peters: „Sammler stehen schon eine gute halbe Stunde vor der Öffnung parat, die ersten beiden Stunden sind dann für die Verkäufer richtig hart.“ Aber es macht auch Spaß. So gefällt es dem Schirmherrn, Bürgermeister Arno Nelles. „Unsere Börse hat einen besonderen Namen. Die zieht Bücherfreunde aus der ganzen Region an.“

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