Viele Mängel auf dem Friedhof in Mariadorf beseitigt

Von: -ks-
Letzte Aktualisierung:
11178198.jpg
Zuvor ein Schandfleck, jetzt ansehnlich und von Licht durchflutet: Die Trauerhalle auf dem Friedhof Mariadorf und ein Nebengebäude wurden umfassend saniert. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Friedhofsbesucher versinken mit ihren Schuhen im Schlamm, Wege und Gräber sind überflutet, Wachsleichen werden festgestellt, Grünschnitt findet nur unzureichend statt, Abfallbehälter quellen über – und die Volksseele kocht.

Der teilweise erbärmliche Zustand von Friedhöfen war noch vor ein paar Monaten eines der beherrschenden Themen in Alsdorf. Die Stadt Alsdorf reagierte auf die Bürgerproteste, entzog dem bislang tätigen Unternehmen den Auftrag und betraute die stadteigene GSG Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH Alsdorf mit der Instandsetzung und -haltung der Friedhöfe. Das führte zu deutlichen Verbesserungen.

Ein Teilergebnis wurde jetzt auf der zentralen Ruhestätte in Mariadorf der sogenannten Friedhofskommission bei einem Rundgang präsentiert. Der Vorsitzende der Friedhofskommission, Erster Beigeordneter Ralf Kahlen, informierte mit Mitarbeitern der GSG über die Veränderungen. Ingesamt hat diese Gesellschaft 280.000 Euro in die weitläufige Anlage an der Feldstraße investiert. Dies wird aber nicht zur Erhöhung der Friedhofsgebühren führen, wie Kahlen betonte.

Allein die Sanierung der Trauerhalle kostete 195.000 Euro. Dies wird aber laut Kahlen aus dem Investitionshaushalt der Kommune finanziert. Das restliche Geld stammt aus dem ohnehin jährlich zur Verfügung stehenden Etat zur Instandhaltung der städtischen Friedhöfe.

Die marode Verkleidung der Trauerhalle in Mariadorf wurde abgenommen, ein nicht mehr benötigter Anbau abgerissen und ein Nebengebäude (mit Toiletten) saniert. Die Fassaden wurden überarbeitet, die Flachdächer hergerichtet. Elektroleitungen wurden erneuert, Fenster und Türen aufgearbeitet oder ausgetauscht. In der Trauerhalle selbst wurde der Boden speziell poliert. An den Wänden wurden Elektroheizstrahler moniert, alles hell gestrichen.

Als besonderes Problem erwies sich das Oberflächenwasser auf dem Gelände. Unvergessen sind die tiefen Wasserlachen auf den Wegen. Wegen des lehmhaltigen Bodens kann Regenwasser nur schwer versickern. Zwischenzeitlich wurden ein geräumiger Pumpschacht gebaut und eine Regenwasserpumpe installiert, um das störende Nass in den Kanal der Feldstraße zu leiten.

Nach den letzten starken Regenfällen wurde klar: Das System funktioniert, wie Kahlen sagte. Aber nicht nur hierfür wurden 85.000 Euro investiert. So weit das Geld für dieses Jahr reichte, sind Wege saniert worden. Dazu wurde der Untergrund ausgekoffert, neu befüllt und Pflaster gelegt, das Wasser versickern lässt. Weitere Wege sollen folgen.

Und auch auf anderen Friedhöfen im Stadtgebiet sollen nun Sanierungsarbeiten vorbereitet werden. Die Friedhofskommission will hierzu eine Prioritätenliste erarbeiten, war zu hören. Alles auf einmal ginge halt nicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert