Würselen - Viel Vergnügen beim Würselener Weinfest

Viel Vergnügen beim Würselener Weinfest

Von: ehg
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„Zum Wohle!“: Astrid Juchem (v.l.), Wolfgang Kallas und Winfried Juchem schätzen das Angebot des Weinfestes. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. 37 Grad im Schatten! Da meinte es am Eröffnungstag die Sonne am wolkenlosen blauen Himmel zu gut mit den Winzern auf dem Morlaixplatz. Dennoch hatten sich unentwegte Freunde edlen Rebensaftes eingestellt.

Es ging darum, mit Bürgermeister Arno Nelles, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie (Arge), Manfred Wirtz, und dem „Macher“ des Programms, Tenor Mario Taghadossi, auf das Gelingen des neunten Weinfestes anzustoßen, das von der Arge nun schon zum vierten Male in eigener Regie veranstaltet wurde.

Dass es gelang, dazu trug das Wetter an allen Tagen mit Sonnenschein und gemäßigteren sommerlichen Temperaturen bei, so dass nicht nur Weinschorle, sondern auch reine Bachus-Tropfen aus verschiedenen deutschen Anbaugebieten, von der Mosel über die Saar und die Nahe bis nach Rheinhessen, gefragt waren.

Gute Laune unterm Sonnenschirm

Dass sich nach der offiziellen Eröffnung unter dem farbenprächtigen Sonnenschirm, der vor der Bühne der Garant für reichlich Schatten war, gute Laune unter den Gastgebern und ihren Gästen breit machte, dafür sorgte Schmusesänger Barry Cline. Er ließ vor allem die Herzen der Frauen im fortgeschritteneren Alter mit seinen ausgewählten Songs wie „Weine keine Träne um mich, Bella Maria“, nur so dahin schmelzen. Erste musikalische Appetithappen wurden reichlich serviert. Weitere sollten folgen, bei der Talentshow, bei der vorweg die sympathische Nachwuchssänger Tatjana Birmanns, die Tochter des 1. Beigeordneten der Stadt, ihre gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellte. Und dabei nicht nur bei den Fans viel Applaus erntete.

Auf den Fuß folgten auf den Brettern, die die Welt bedeuten, weitere talentierte – meist – Sängerinnen. Der internationale Tenor Mario Taghadossi rollte ihnen persönlich den Teppich aus. Nachdem der Wettbewerb am Sonntag abgeschlossen war, hatte die Jury die Qual der Wahl. Als Siegerin ging Gracia Kombe aus dem Wettbewerb hervor. Dabei hatte die Konkurrenz es ihr nicht ganz leicht gemacht. Taghadossi: „Alle waren gut und durften deshalb noch ein zweites Mal ran.“

Eine positive Bilanz

Doch dann war erst einmal der Teufelsgeiger Igor Epstein mit seiner temperamentvollen Show an der Reihe. Er begeisterte wie vor zwei Jahren schon nicht nur durch seine Vielseitigkeit, wobei der Bogen nur so über die Saiten tanzte. Er bezog sein Publikum auch auf unnachahmliche Weise in seine spektakuläre Show mit ein. Von bekanntem Pop und Rock über Country und Gipsy-Jazz bis hin zur Klezmer Musik reichte sein Repertoire. Musical und Operettenhits „heizten“ die weinselige Stimmung weniger schweißtreibend weiter an. Lokalmatorin Sarah Schiffer, die kurzfristig für die US-Amerikanerin Dawn Marie Flynn in die Bresche gesprungen war, stellte ihre Klasse in diesem Genre – auch im Duett mit dem Tenor Mario Taghadossi – facettenreich unter Beweis. Der schöne Sommerabend wurde für die vielen Besucher – auf dem Morlaixplatz war es inzwischen eng geworden – bei einem edlen Tropfen zu einem unvergesslichen Genuss. Viel zu früh erklang das „Time to say good bye!“, einfühlsam im Duett dargeboten.

Am verkaufsoffenen Sonntag gingen die zahlreichen auch auswärtigen Besucher zunächst einmal auf Schnäppchenjagd, wozu die Geschäfte in der City, aber auch am Aachener Kreuz geradezu einluden. Und das mit großem Erfolg! Auf dem Morlaixplatz und in seiner unmittelbaren Umgebung waren nicht nur Sitz-, sondern auch Stehplätze schon bald Mangelware. So sehr hatte er sich bevölkert. Neben dem edlen Rebensaft floss auch so manches Bierchen, so dass Stimmung aufkam, als Sänger Sascha Pazdera mit seinem Gesangs- und Tanz-Ensemble eine schillernde „Rock-In-Country“-Show abzog. Dabei rockten sie durch die Jahrzehnte. Sänger Pazdera lieferte eine atemberaubende Michael Jackson-Live-Performance ab. Er und die Sängerin Christina Aquilera hielten, was sich vor allem die jüngeren Semester von ihnen versprochen hatten.

Arge-Vorsitzender Manfred Wirtz konnte am Ende eine positive Bilanz ziehen. Und sicherlich mit ihm auch die Winzerinnen und Winzer, die nicht zum ersten Mal den Weg nach Würselen gefunden hatten. Wirtz bedankte sich bei den Anwohnern des Morlaixplatzes für das Verständnis, das sie an den Weinfest-Tagen dem weinseligen Spektakel vor ihrer Haustüre entgegen gebracht hatten.

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