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Viel Rückenwind fürs Klösterchen

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Ungewöhnliches Zusammenspiel:
Ungewöhnliches Zusammenspiel: Musikerin Johanna Schmidt und Scheibub traten mit ihrem Programm „Pantomime trifft Musik” auf. Foto: Sevenich

Herzogenrath. Ein eher schräges Jubiläum zu feiern, wann und wie man es für richtig hält, ist vielleicht ein auf den ersten Blick sperriges Merkmal der Kultur im Klösterchen.

Wie aber diese künstlerischen Bausteine ineinander greifen, welchen Genuss und welche Freude sie vermitteln, davon konnten sich die zahlreichen Besucher beim Geburtstag des Zentrums an der Dahlemerstraße 28 in Herzogenrath ein ganzes Wochenende lang selbst ihr eigenes Bild machen.

Mit einem Rendezvous der künstlerischen Spitzenklasse wurde die Feier zum 15-jährigen Bestehen eingeläutet. Scheibub, seit über 30 Jahren der Inbegriff von Pantomime in der Region, und die begnadete Musikerin Johanna Schmidt, die bereits mit verschiedenen Formationen im Klösterchen zu Gast war, brillierten mit ihrem Programm „Pantomime trifft Musik”.

„Im Spiegel der Zeit”

Am Samstag machten sich die Akteure im Klösterchen mit der eigenen Performance „Was so alles in uns steckt” selbst große Freude - und der Funke sprang auf die vielen Besucher über. Mit „Im Spiegel der Zeit” war das fast dreistündige Bühnenprogramm überschrieben. Auf eindrucksvolle Weise wurde nicht einfach ein chronologischer Blick in den Rückspiegel der vergangenen 15 Jahre Arbeit und Wirken im Klösterchen geworfen, sondern es wurde deutlich gemacht, zu welcher Bedeutung die Soziokultur im Zentrum herangewachsen ist.

Unter der künstlerischen Leitung von Bettina Lauber und darstellerisch zu jeweils jedem Jahr mit einem eigenen Bild durch Barbara Mertens untermalt, gelang eine bunte Bühnenrevue der verschiedensten Akteure im Haus.

Nach einem lockeren Ausklang des Abends war der Sonntag dem Kulturbrunch gewidmet, zu dem die Formation Blazztime beste „Liebe-Musik” beitrug.

Integriert in den Morgen wurde die Vorstellung des neuen Kunstwerks „Wackelspektackel” durch den Künstler Peter Schneider und die Übergabe durch Bürgermeister Christoph von den Driesch, dem Schirmherrn des Tages. Das Objekt, das nun den Kulturgarten Balance hinter dem Klösterchen eine besondere Note verleiht, ruft danach, Hand anzulegen und in Bewegung gebracht zu werden, um ihr Gleichgewicht zu finden.

Zur kulturpolitischen Diskussion waren im Rahmen der Kampagne „Vernetzt” der Bundesvereinigung Soziokultur neben dem Bürgermeister drei interessante Gesprächspartner nach Herzogenrath gekommen. Ulla Schmidt (MdB), Eva-Maria Voigt-Küppers (MdL) und Rainer Bode, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren aus Münster, waren der Einladung zum kulturpolitischen Diskurs am dritten Festtag gerne gefolgt. Es entwickelte sich eine inhaltlich fundierte Diskussion zum Wert der Soziokultur für die Prägung einer Zivilgesellschaft.

Mit besten Wünschen für die Weiterarbeit der bürgerschaftlich engagierten Akteure im Klösterchen und der Zusage aus Politik und Verwaltung, diese Form der Kulturarbeit nach besten Kräften zu unterstützen, endete das Geburtstagfest mit viel Rückenwind für die kommenden Jahre Soziokulturelles Zentrum Klösterchen.
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