Viel Interesse für Gesundheitsforum am Medizinischen Zentrum

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
mzbu
„Schmerzerleben - Schmerzbehandlung”: Chefarzt Dr. Till Wagner informierte im Rahmen des Gesundheitsforums. Foto: Hahn

Würselen. Das Medizinische Zentrum (MZ) macht ernst: Ärzte und andere Fachkräfte wollen die von Kreis und Knappschaft getragene Einrichtung im Bewusstsein der Patienten in spe als „selbsthilfefreundliches Krankenhaus” etablieren.

Ein Anfang ist schon gemacht: Mediziner, Pfleger und Verwaltungsleute trafen sich im Seminarraum der Geriatrie auf der Marienhöhe in Würselen mit vielen Besuchern von außerhalb zum ersten „Gesundheitsforum mit Selbsthilfegruppen”. Selbsthilfebeauftragter am MZ ist der evangelische Krankenhauspfarrer Theodor Maas.

Das Interesse des Publikums jedenfalls überragend - so sehr, dass Initiator Jochen Strack, Geschäftsführer Falko Rapp und andere MZ-Vertreter immer wieder Stühle für die Gäste herbeischleppen mussten.

Zum Start gab es dann auch einen richtig populären Vortrag über ein Thema, das mit Sicherheit vielen Zuhörern auf den Nägeln brennt: „Schmerzerleben - Schmerzbehandlung”, dargestellt von Dr. Till Wagner, Chefarzt der Klinik für Schmerztherapie und Palliativmedizin.

Merklich um eine auch Nicht-Medizinern zugängliche Darstellung bemüht, stellte Wagner drei mögliche Auslöser für ein Schmerz-Geschehen an den Beginn seines Referats: biologische, soziale und psychische.

Es sei relativ leicht, dagegen etwas zu unternehmen - nicht zuletzt durch den Einsatz von Medikamenten, die entweder aus Pflanzen gewonnen werden oder deren Wirkstoff zumindest der Natur nachempfunden worden ist.

Das Ziel dieser Form von Therapie definierte der Chefarzt und Kenner der Materie wie folgt: „Lebensqualität erhalten, dabei aber einen gewissen Restschmerz hinnehmen” - ein Leitsatz, der bei Tumor-Patienten in der letzten Lebensphase naturgemäß keine Anwendung finden könne.

Das mit dem Vortrag eingeleitete Zusammenarbeit wurde beim Kooperationspartner, den Selbsthilfegruppen, gut aufgenommen. Werner Barke, Sprecher der Selbsthilfegruppen in der Region, gab sich jedenfalls recht erwartungsfroh: „Die Kooperation mit dem Krankenhaus ist sehr spannend - was dabei rauskommt, wissen wir nicht.”

Dass das Miteinander von MZ und Gruppen nun institutionalisiert werde, bewertete Barke als Fortschritt, denn: „Meistens fühlt sich in den Krankenhäusern keiner dafür zuständig.” Auch MZ-Geschäftsführer Rapp liegt die Sache am Herzen, weiß der Manager doch: „Chronische schwere Krankheiten können nicht nur durch Profis versorgt werden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert