Würselen - Viel Arbeit für das Personal

Viel Arbeit für das Personal

Von: ehg
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Es gibt immer was zu tun: Mitarbeiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen müssen sich zurzeit verstärkt um den Gehölzschnitt Foto: Holger Bubel

Würselen. In seiner ersten Sitzung kam der neu formierte Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement nur schwer auf Touren, obwohl Vorsitzender Hans Göbbels (UWG) sich redlich bemühte, die Tagesordnung zügig abzuwickeln.

Sage und schreibe 30 Minuten lang wurde kontrovers über die Absetzung von zwei Tagesordnungspunkten diskutiert, bis dann doch eine einvernehmliche Klärung erfolgte. Da er wie alle anderen Ausschussmitglieder den Wirtschafsplan 2011 der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) erst als Tischvorlage zu Gesicht bekommen hatte, beantragte SPD-Sprecher Frank Zimmer die Absetzung seiner Einbringung.

Ohne Beratung im Beisein des Kämmerers könne er dem Zahlenwerk seinen „Segen” nicht erteilen. Auch Joseph Bongard (CDU) wollte es nicht ohne Beratung im zuständigen Ausschuss an den Rat verweisen, der bereits am heutigen Dienstag zusammentritt. Schließlich einigte sich der Ausschuss darauf, den Wirtschaftsplan 2011 eine Stunde vor Beginn der Ratssitzung eingehend zu beraten, bevor er dann in ihm verabschiedet werden kann.

Zur Information vorab lieferte Betriebsleiter Franz-Josef Mahr nach Einstieg in die Tagesordnung einige Eckpunkte. Der Plan umfasst eine Bilanzsumme von 8.335.197 Euro und ist in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. Insgesamt liegt sie 191.712 Euro unter dem Ansatz des Vorjahres. Trotz Lohnerhöhungen konnten 17.900 Euro bei den Personalaufwendungen eingespart werden. Was Mahr auf eine interne Besetzung der Betriebsleiterstelle zurückführte, was sich auch im vorgelegten Stellenplan niederschlug.

Zu bedenken gab Mahr dem Ausschuss, dass drei Beamte nicht das leisten könnten, was vorher von vieren an Leistung erbracht worden sei. Die „Arbeiter” schoben - so Mahr - am 31. März 2010 rund 3000 Überstunden vor sich her. Ein weiteres Indiz, wie schwach die KDW personell besetzt sei. Mahr: „Wir haben den niedrigsten Personalbestand seit der Gründung dieser Einrichtung.” Der Ausschuss nahm es ohne Kommentierung zur Kenntnis.

Bagger und Salzsilo nötig

Das dem zuständigen Ausschuss vorgelegte Investitionsprogramm war bereits auf der letzten Sitzung des Finanzausschusses auf die Tagesordnung gekommen, was nicht nur CDU-Sprecher Joseph Bongard monierte.

Äußerst kritisch auf den Prüfstand stellte SPD-Sprecher Frank Zimmer die einzelnen Positionen, vor allem die 100.000 Euro für die Anschaffung eines neuen Friedhofsbaggers. Das bis vor kurzem in Einsatz befindliche Gerät war 2002 angeschafft worden. Seitdem hat es 6500 Betriebsstunden geleistet, was einer Fahrleistung von rund 420.000 Kilometer entspricht. Mahr: „Es hat noch nie ein Bagger so lange gelaufen wie der letzte.” Da es unwirtschaftlich geworden sei, ihn weiter zu unterhalten, müsse er ersetzt werden. Es handele sich um Kosten, die über die Gebühren refinanziert würden. Dass diese dann geringfügig steigen könnten, schloss der Betriebsleiter nicht aus.

Auch die Anschaffung eines mit 45.000 Euro veranschlagten vierten Streusalzsilos warf Fragen auf. Dazu führte Mahr an, dass die derzeitige Lagerkapazität von maximal 190 Tonnen, was die letzten beiden Winter deutlich gemacht hätten, nicht mehr ausreichten. Es sei deshalb eine Kapazitätserweiterung durch Anschaffung eines weiteren Salzsilos oder den Bau einer Salzhalle dringend erforderlich. Eine Salzbeschaffung mit Nachbargemeinden gemeinsam werde überlegt. Aus technischen Erwägungen heraus hielt Mahr nichts von einem zentralen Streusalzlager, worin der Ausschuss ihm einmütig folgte und einem vierten Silo seinen Segen erteilte. Dass eine mögliche Umstellung auf Salzsole gewährleistet sei, versicherte Mahr auf Nachfrage von Heinz Viehoff (SPD).

Was die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen anbetreffe, sei Würselen auf einem guten Weg. Als Paradebeispiel nannte Mahr die Försterin, die sich die Stadt mit Eschweiler „teile”.
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