VfR Würselen und Rhenania sind sich nicht einig

Von: -ks-
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Will den Rasen- zum Kunstrasenplatz machen: der Vorsitzende des VfR Würselen, Markus Carduck. Foto: Karl Stüber

Würselen. Der VfR Würselen bangt im Zuge des Neubaus für die Gesamtschule und dem Wegfall der Ascheplätze an der Krottstraße um die Aufrechterhaltung des Trainingsbetriebs. Auch die Rhenania 05 Würselen wäre betroffen. Wie soll es nach Wegfall dieser Flächen für die Fußballer weitergehen?

In einem Gespräch mit Vertretern der Ratsfraktionen und dem Technischen Beigeordneten Till von Hoegen hat der Vorstand nun einen eigenen Vorschlag eingebracht, wie denn alle Belange unter einen Hut gebracht werden könnten. Dabei favorisiert der VfR keineswegs den Neubau einer Sportanlage am Aquana, um genügend Kapazitäten zu erhalten und gegebenenfalls aufzustocken.

Der VfR-Vorschlag zielt vielmehr darauf ab, den eigenen Rasenplatz am Standort Drischfeld in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln, um diese Spiel- und Trainingsfläche ganzjährig nutzen zu können, wie VfR-Vorsitzender Markus Carduck in dem Gespräch mit Politik und Verwaltung und gegenüber unserer Zeitung darlegte.

„Da der VfR Würselen die Haushaltslage der Stadt Würselen nun kennt, haben wir mal die beiden Varianten durchrechnen lassen. Das Ergebnis ist, dass die Umwandlung des Platzes mit Bolzplatz die kostengünstigere Variante gegenüber einem Neubau am Aquana darstellt“, sagt Carduck. „Mit dieser Variante wären alle Stunden, welche die Vereine VfR und Rhenania benötigen, abgedeckt.“ So könnten beide Vereine ihre Trainingseinheiten auch weiterhin auf den Ascheplätzen Krottstraße abwickeln. Und so sieht der Kostenvergleich aus Sicht des VfR aus: Dem Verein liegt das Angebot einer Fachfirma vor.

Demnach, so Carduck, würde die Umwandlung des Sportplatzes Drischfeld rund 590.000 Euro kosten. Während bei der Variante Sportzentrum am Aquana die gesamte Infrastruktur neu geschaffen werden müsste, sei diese am Drischfeld bereits vorhanden. Mit Umwandlung in einen Rasenplatz würden die Pflegekosten um 25.000 Euro pro Jahr sinken. Was nach Adam Riese bei 20 Jahren Nutzungsdauer auf eine Ersparnis in Höhe von 500.000 Euro hinausliefe. Weitere Stichworte, die für diese Variante sprechen: Spielfläche ganzjährig bespielbar; weniger Hallenzeiten notwendig; soziale Kontrolle im Wohnumfeld bleibt erhalten; Gesamtschule mit kurzen Wegen zum Sport; Bilanzwert der Anlage steigt.

Dagegen – hier zieht Carduck in der Branche übliche Vergleichskosten heran – würde der Neubau am Aquana mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlagen. Auf der Liste der Investitionen stehen: Ausbau einer rund 400 Meter langen Zufahrt, rund 50 Stellplätze, Kanal, Versorgungsleitungen, Flutlicht, Unterbau Spielfläche nebst Kunstrasen, zwei Umkleidekabinen, Materialraum, Umzäunung, Barrieren, Tore, Straßenbeleuchtung, Nebenanlagen/Begleitgrün, Ingenieurleistungen und Kosten für Architekten. Weitere Posten sind aus Sicht des VfR zusätzliche Unterhaltungskosten sowie die Vandalismusgefahr, da weit ab der Wohnbebauung die soziale Kon-trolle fehle. Auf Bitten der Politik prüft derzeit die Stadtverwaltung diese Kostengegenüberstellung.

Die Rhenania setzt per Vorstandsbeschluss aber auf den Neubau einer Sportanlage mit Kunstrasenplatz am Aquana, wie Vorsitzender Axel Kehr auf Nachfrage unserer Zeitung betonte. Der Verein verzeichne starken Zuwachs. Gerade für Jugendmannschaften verspricht sich der Verein so bessere Möglichkeiten. Noch in diesem Monat soll ein Gespräch mit der Stadt stattfinden.

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