Würselen - Verwildert lebende Katzen machen Tierschützern Sorgen

Verwildert lebende Katzen machen Tierschützern Sorgen

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Würselen. Die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen ist jüngst in der neuen ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Würselen festgeschrieben worden.

Hintergrund war ein Hilferuf des Aachener Tierschutzvereins, der über gravierende Probleme durch eine Katzenschwemme berichtete und sich hilfesuchend an alle Kommunen in der Städteregion wandte. Es wurde davon berichtet, dass trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschutzvereine die Anzahl der ausgesetzten, herrenlosen und verwildert lebenden Katzen und die damit einhergehenden Probleme nicht reduziert werden konnten.

Absolut dramatisch sei die Lage, da sich der Anteil der Fundkatzen in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt habe. Infolge der hohen Katzenpopulation ist das Tierheim oftmals sogar gezwungen Aufnahmestopps zu verhängen. Die Tiere pflanzen sich unkontrolliert fort und müssen teilweise unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen.

Ehrenamtliche Tierschützer stoßen bei ihren Bemühungen immer häufiger an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. „Es kann nicht sein, dass dieses Problem ausschließlich zu Lasten ehrenamtlich arbeitender Tierschützer geht, die vor diesem Tierelend nicht die Augen verschließen können und daher viel Zeit und Mühe investieren, weggelaufene oder herrenlose Katzen einzufangen und kastrieren zu lassen. Wir dürfen die Tierschützer nicht alleine lassen und bei diesem Tierschutzproblem einfach weg schauen”, sagt Dr. Renate Knauf, Fraktionsvorsitzende der Grünen in Würselen.

„Die Aufnahme und Versorgung von Fundtieren ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Leider hat sich jedoch nach Auskunft des Tierschutzvereines gezeigt, dass bisher betriebene Kastrationsaktionen keine ausreichenden Erfolge brachten und wirkungsvoll zu einer Stabilisierung der Katzenpopulation führen konnten.”

Diese Entwicklung habe die Kooperation aus CDU, FDP und Grünen dazu veranlasst einen Antrag zu stellen, woraufhin die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für frei laufende Katzen in Würselen eingeführt wurde. Konkret heißt dies nun, dass alle Katzenhalter, die ihren Tieren Zugang ins Freie gewähren, diese zuvor von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen lassen müssen. Dies gilt jedoch nicht für Katzen, die weniger als fünf Monate alt sind.
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