Herzogenrath - Verschönerungsverein blickt auf sechs Jahrzehnte zurück

Verschönerungsverein blickt auf sechs Jahrzehnte zurück

Von: fs
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Stets im Mittelpunkt: Von Anfang an setzt sich der Verschönerungsverein für die schöne Kreuzanlage in Klinkheide ein. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Zum 60. Geburtstag hat der Verschönerungsverein Klinkheide unter Federführung von Friedhelm Müller eine lesenswerte Festschrift mit 43 Seiten zusammengestellt.

Grußworte von Bürgermeister Christoph von den Driesch, vom Vorsitzenden Reimund Billmann, dem ehemaligen Pfarrer Josef Unterberger und Pfarrer Michael Datené sowie Beiträge von Rektor a.D. Josef Aretz, Jo Winkens und Lutz Geller sowie Fotos runden die Festschrift ab.

Kostspielige Restaurierung

Der 1949 gegründete Verschönerungsverein übernimmt unter anderem die Pflege des Ortsbildes, des Denkmals für die Gefallenen beider großen Kriege und der Kreuzanlage und schmückt zu Fronleichnam die Kreuzanlage mit Fähnchen. Die Gründer und ersten Vorstandsmitglieder waren Nikolaus Rosenbaum, Josef Peters, Johannes Kortz, Josef Schultheis, Franz Thelen, Peter Bülles, Fritz Sensen und Rudi Schmaljohann.

Höhepunkt der Vereinstätigkeit war etwa die kostspielige Restaurierung der Kreuzanlage 1981/82. Die Umgestaltung des Platzes erwies sich als nötig, um die auf dem Kreuzplatz immer größer werdende Zahl parkender Autos vom Kreuz fern zu halten.

Im Januar 1990 jedoch stürzte bei einem Sturm das Kreuz der Anlage herunter, der große Korpus wurde stark beschädigt und das Steinkreuz zerstört. Nachdem der Verschönerungsverein noch über Jahre die Restfinanzierung aus dem Jahr 1982 zu tragen hatte, war er überfordert, die nun benötigten Mittel von rund 40.000 Mark aufzubringen. Bürgermeister Wilhelm Schultheis und der Kreistagsabgeordnete Wilhelm Plum, beide gebürtige Klinkheider, gelang im Januar 1991 die Gründung eines „Fördervereins des Verschönerungsvereins Klinkheide e.V.” zur Wiedererrichtung der Kreuzanlage.

Am 27. September 1992 nahm Generalvikar Prälat Collas die Einweihung der Kreuzanlage vor, die schließlich nach acht weiteren Jahren vollendet war - dank vieler Spenden und der Eigenleistung des Vereins: Die beiden Heiligenfiguren Maria und Johannes konnten wieder ihren Platz einnehmen. Nach alten Vorlagen gestaltete der Bildhauer Cornel Bücken die Figuren.

Tradition in Klinkheide ist der Martinszug. Am 10. November 1929 erlebten die Kinder diesen erstmals. Die Bettlerszene ist der Höhepunkt und Abschluss des Martinszuges. In diesem Jahr wird Josef Leisten zum 47. Mal den Mantel mit dem Bettler teilen.

Ein weiterer Höhepunkt sind Verabschiedung und Empfang der Kevelaerpilger am Kreuz sowie die Andacht zum Fest der Kreuzerhöhung, das in diesem Jahr am Sonntag, 13. September, um 17 Uhr gefeiert wird. Natürlich soll auch das Jubiläum auch ein wenig gefeiert werden: Der Vorstand der Verschönerungsvereins lädt für Samstag, 12. September, 19 Uhr, in die Gaststätte Haus Görtz, Schulstraße, ein. Das Fest beginnt mit einem Grußwort des Bürgermeisters und einem Rückblick auf die 60-jährige Historie des Verschönerungsvereins.

Buntes Programm

Im Unterhaltungsprogramm wirken mit: Dieter Schiffgens mit Kohlscheidern Liedern, Josef und Joachim Nacken mit Alphörnern und Akkordeon, Heidi Gottschalk und Franz Grünweller mit einem buntem Liederpotpourri, Sibylle de Gavarelli als „Trude Herr”, Jürgen Becker alias Jürgen B. Hausmann. Die musikalische Begleitung übernimmt Martin Schäfermeier, durch das Programm führt Dieter Schiffgens.
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