Vernissage im städtischen Gymnasium ist Start für Kunstroute

Von: js
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Künstler geben Einblicke in ihre Arbeit bei der Präsentation im Gymnasium: Carmen Kahn (l.) erklärt den Schaffensprozess ihrer organisch wirkenden Plastiken. Foto: Johannes Schaffeldt

Alsdorf. Das große Potenzial, das Alsdorf in Sachen Kunst zu bieten hat, haben die Organisatoren der „Offenen Alsdorfer Atelier Häuser“ in diesem Jahr erneut an die Öffentlichkeit gebracht. Die feierliche Eröffnung krönte am Freitag die lange Vorbereitungszeit der Alsdorfer Kunstroute.

Besonders an der diesjährigen Aktion war der zentrale Anlaufpunkt und zusätzliche Ausstellungsort im Gymnasium. In der Pausenhalle fand auch die sehr gut besuchte Vernissage statt.

Während der Vorbereitung habe Marina Brants, Organisatorin der Aktion vom Alsdorfer Stadtmagazin, wahre „Managerqualitäten“ bewiesen, wie Franz-Josef Kochs in seiner Eröffnungsrede für den Alsdorfer Kunstverein heraushob. Der Andrang der Kunstschaffenden war in diesem Jahr so hoch, dass gar nicht alle berücksichtigt werden konnten.

In Alsdorf hat zumindest Franz-Josef Kochs einen weiten Kunstbegriff angelegt: „Wo fängt Kunst an, wo hört sie auf?“ Wo die Arbeit nicht vom Menschen entfremdet ist und sie ihm Freude mache, könne das Produkt schon als Kunst gelten. Keine Frage, die ausgestellten Exponate aus Kunst und Kunsthandwerk sind nicht nur unter diesem weiten Begriff Kunst, auch wenn sich nicht alle Ausstellenden selbst als Künstler definieren. Bei allen Ausstellenden sei die Kunst der Lebensmittelpunkt.

Interesse wecken

„Ein Bild erzählt mehr als tausend Worte – aber nicht wie es entstanden ist“, befundet der stellvertretende Bürgermeister Alsdorfs, Friedhelm Krämer. Umso interessanter sei es, dass die Türen in viele Ateliers der Stadt an diesem Wochenende weit aufgestoßen wurden für „exklusive und besondere Eindrücke“ hinter die Kulissen. Bereitwillig standen die Alsdorfer Künstler schon am Eröffnungstag Rede und Antwort über den kreativen Schaffensprozess und ihre handwerklichen Methoden.

All diejenigen Teilnehmenden, die in ihren eigenen Ateliers ausstellten, hatten dazu einige Stücke aus ihrem Gesamtrepertoire für das Wochenende in die Pausenhalle des Gymnasiums gebracht. Aber sollte die kleine Ausstellung in der Pausenhalle auch die Neugierde auf einen Besuch in den jeweiligen Ateliers wecken. Die Besucher waren begeistert von der großen Vielfalt der ausgestellten Exponate und gezeigten Kunsttechniken.

Noch während der Vernissage wurden erste Kunstkäufe getätigt, so wechselte etwa eine metallene Stierskulptur aus der Werkstatt Heinrich Kellers den Besitzer. Marina Brants zog gleich nach der Vernissage eine positive Bilanz: Die Resonanz sei schon sehr gut gewesen. Als Ziel für kommende Kunstrouten formulierte sie, weitere Menschen, die wenig kunstaffin sind, anzuziehen und ihnen so Kunst näher zu bringen.

Streifzug durch die 1970er

Nach Eröffnung und erstem Ausstellungsrundgang im Gymnasium rundete ein Auftritt der Band Final Virus um den Musiker Peter Sonntag den ersten Abend ab. Fotograf und ausstellender Künstler Wilfried Schüller ist schon lange Jahre mit den Musikern professionell wie freundschaftlich verbunden. Als Freundschaftsdienst hat die Band nicht gezögert bei der Feier mit von der Partie zu sein. Gespielt wurde ein Streifzug durch das „beste Jahrzehnt der Musik – die 1970er“, wie Peter Sonntag es ankündigte.

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