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Verleih von E-Books: Pfarrbücherei Setterich geht digitale Wege

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Bilder zeigen, in Geschichten vertiefen: Sylvia Lesmeister, Leiterin der KÖB Setterich, nimmt sich bei ihren Besuchen in der Lovericher Grundschule viel Zeit, damit Kinder den Spaß am Buch entdecken.

Baesweiler. Die frühe Leseförderung haben sich nicht nur die großen städtischen Bibliotheken auf die Fahnen geschrieben. Auch die Katholischen Öffentlichen Büchereien (KÖB) bestücken ihre Regale zunehmend mit Bilderbüchern und Literatur für Erstleser – damit sie in Zukunft überhaupt noch Leser haben.

Um die Kinder auf den Geschmack an Geschichten zu bringen, werden die eigenen Räume auch mal verlassen. Im Fall der Settericher KÖB zieht es Sylvia Lesmeister sogar regelmäßig in die Klassenzimmer.

Seit drei Jahren bildet sie gemeinsam mit Michaela Hanel das Leitungsteam. Zu Beginn ihrer ehrenamtlichen Aufgabe haben sie die Räume an der Burg erst mal gründlich aufgemöbelt. Dank Fördergeldern des Bistums konnten die alten und ziemlich hohen Regale durch neue und eher niedrige ersetzt werden. Lesmeister: „Auch dabei geht es uns vor allem um die Kinder. Die sollen die Bücher, die ihnen gefallen, schließlich auch selbst aus den Regalen herausziehen können.“ Bücher ansprechend zu präsentieren – darauf komme es zunehmend an, um aus Lesemuffeln Bücherwürmer zu machen.

Von den 5000 Medien im Bestand sind mittlerweile zwei Drittel für Kinder und Jugendliche gedacht. Bald kommen einige weitere Titel hinzu, allerdings virtuell. Dieser Tage steigt auch die KÖB in Setterich – wie 18 weitere im gesamten Bistum Aachen – in den Online-Verleih von „E-Books“ ein (siehe Infobox). Etwa 300 Titel wird es zum Start geben – doch gerade hier spielen Kinderbücher eher eine kleine Rolle. Aus gutem Grund, wie Sylvia Lesmeister sagt: „Vor allem Kinder brauchen richtige Bücher, die sie auch anfassen und darin blättern können“. Und vor einem Bildschirm sitzt so manches Kind ohnehin schon länger, als ihm gut tut.

Für das gute, alte Buch wirbt sie fleißig, so in der Lovericher Grundschule. Je eine Stunde pro Klasse verbringt sie dort pro Woche mit ihrer eigenen „Lese-AG“. Dabei liest sie den Kindern vor und gibt den Kindern Gelegenheit, die Bilder zu betrachten, Fragen zu stellen und Geschichten mit eigener Fantasie auszuschmücken. „Man muss sich heute oft ins Zeug legen, um Kinder von Büchern zu begeistern. Aber wenn sie begeistert sind, dann auch richtig.“

Der Erfolg ist messbar, denn in der KÖB Setterich klettern die Besucherzahlen. Gut 7000 waren es im vergangenen Jahr. Recht viel angesichts der eingeschränkten Öffnungszeiten. Den Satz „Ach, in Setterich gibt es auch eine Bücherei“ habe sie vor drei Jahren des öfteren gehört – aber jetzt schon lange nicht mehr. Die Werbung für das Buch scheint bei entsprechender Förderung eine Sache zu sein, die allen Beteiligten richtig viel Spaß machen kann.

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