„Verkehrszähmer” der Gengrachtschule ausgezeichnet

Von: Jan Weck
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Strahlende Sieger eines „bewe
Strahlende Sieger eines „bewegenden” Wettbewerbs: Mit den Mitgliedern der Jury und Moderator Bernd Büttgens jubeln die Gengrachtschüler aus Baesweiler über den 1. Aachener Gesundheitspreis . Die Pennäler haben mit ihrem Projekt „Verkehrszähmer” prima gezeigt, wie man noch mehr Leute dazu bringt, den Weg zum Unterricht gesund und ohne Auto Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eine dauerhaft gute Gesundheit setzt bewusste Prävention voraus. Darüber waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig, als sie im Rahmen der Vital Aktivmesse im Eurogress auf der Bühne standen.

Eine Garantie auf Gesundheit gebe es nicht, aber leichte Wege für jedermann, das Risiko einer schweren Erkrankung zu vermeiden. Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, moderierte die Unterhaltung seiner drei gesundheitsbewussten Gäste. Die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt war gekommen und lobte den Gesinnungswandel, der sich im Laufe der Jahre vollzogen habe.

Drei einfache Regeln

Früher sei Vorbeugung ein Fremdwort gewesen, heute seien sich immer mehr Menschen ihrer Verantwortung für sich selbst bewusst. Viel sei schon erreicht, wenn man sich an drei einfache Regeln halte: Nicht rauchen, sich gesund ernähren und regelmäßig Sport treiben.

Fachmann für Sport war Steffen Krüger, der es als Judoka bis in die Bundesliga schaffte und nun den Verein TSV Hertha Walheim trainiert. Kinder strömten immer noch in großer Zahl in Judovereine, berichtete er. Ab einem Alter von etwa 15 Jahren ändere sich das aber leider. Heranwachsende gingen dem Sport häufig verloren, weil Schule und soziale Kontakte immer mehr Raum einnähmen.

Eine bessere Integration des Vereinssports in den Schulbetrieb wünschte sich Chirurg Klaus Ulrich Borggrefe. Ein Vorbild sei das vielfältige Sportangebot an Highschools in den USA, wo körperliche Bewegung ganz normaler Bestandteil des Stundenplans ist. Auf eine solche Kultur des selbstverständlichen Sports solle man auch in Deutschland hinarbeiten. Denn der Nutzen des Sports gehe über das körperliche Wohlbefinden und die Fitness hinaus. Wer sich regelmäßig bewege, der sei ausgeglichener, lernfähiger und leistungsfähiger. Darin stimmten alle auf der Bühne überein.

Autos werden zu Drachen

Im Anschluss an die Gesprächsrunde wurde der 1. Aachener Gesundheitspreis verliehen. „Bewegung und Mobilität für Jung und Alt” war das Motto, mit 3000 Euro belohnt werden sollte eines von vielen Projekten, das ein bewegungsreiches Leben fördert.

Ausgezeichnet wurde die Gengrachtschule in Baesweiler für ihr Projekt „Verkehrszähmer”. Darin ging es darum, unnötige Autofahrten zu und von der Schule zu reduzieren und die Grundschüler lieber zu Fuß auf den Weg zu schicken. Spielerisch und mit Geschichten, in denen Autos sich in Drachen verwandeln, wurde das im Unterricht begleitet. Schmidt hielt eine kurze Lobesrede und hob besonders die Nachhaltigkeit der Idee hervor. Die Selbstständigkeit der Schüler sei gemeinsam mit dem Körperbewusstsein gewachsen.
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