Baesweiler - Verkehrsunfallstatistik: Junge Erwachsene sind das „größte Problem”

Verkehrsunfallstatistik: Junge Erwachsene sind das „größte Problem”

Von: mas
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Ertappt: Raser bleiben im Visi
Ertappt: Raser bleiben im Foto: Imago

Baesweiler. Für den „Durchleuchtungsprozess” nahm sich der Fachmann viel Zeit. Die Verkehrsunfall-Entwicklung im Jahr 2011 stand im Fachausschuss auf der Tagesordnung. Polizeihauptkommissar Hans-Dieter Wisniewski leitete ein: „So schlecht die Zahlen für 2011 im ersten Moment sein sollten, auf den zweiten Blick sind sie es nicht mehr so.”

Zwar habe sich die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden von 49 Fällen auf 74 erhöht, aber mit 2010 habe man auch ein „außergewöhnlich gutes Jahr” hinsichtlich der Statistiken verzeichnet.

Denn gegenüber 2009 sei die Zahl dieser Unfälle in 2011 immer noch um 44 Fälle geringer. Dass die Entwicklung in 2010 derart günstig verlief, mag auch „an den sehr strengen Wintermonaten gelegen haben”. Bei schlechten (Winter-)Wetterverhältnissen werde eben vorsichtiger gefahren. Erleichtert zeigte sich Wisniewski, „dass wir 2011 keinen Verkehrstoten in Baesweiler verzeichnen mussten”. In 2009 und 2010 hatte es jeweils einen Todesfall gegeben.

Mehr Schwerverletzte

Leider sei die Anzahl von Schwerverletzten im Jahresvergleich 2010/11 von sieben auf zwölf gestiegen. Im Vergleichszeitraum 2010 bis 2011 stieg zudem die Zahl der verunglückten Kinder von drei auf 13. Gegenüber 2009 sank sie aber um drei Fälle. Ähnlich sieht es bei den verunglückten Radfahrern aus.

Hier listete der Dienststellenleiter auf: 20 Fälle in 2009, acht Fälle in 2010, 18 Fälle in 2011. 50 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden passierten durch Missachtung von Vorfahrten, beim Abbiegen oder zu geringem Abstand. In Baesweiler gebe es vier Hauptachsen, zählte Wisniewski auf: Aachener Straße, Hauptstraße, Kapellenstraße und Ludwig-Ehrhardt-Ring. Bei 13 Unfällen mit Kindern waren sieben Kinder selbst Verursacher, sechs hatten sich regelkonform verhalten.

„Unser größtes Problem sind sicherlich die jungen Erwachsenen”, sagte der Fachmann. Eine deutliche Besserung der Unfallstatistik sei in den vergangenen Wochen zu spüren. Im Februar habe man auch in Baesweiler per „Blitzmarathon” Geschwindigkeiten großflächig gemessen. Diese Blitzaktionen werden künftig regelmäßig vorgenommen, kündigte Wisniewski an.
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