Verkehrsunfälle: Junge Erwachsene bereiten Sorgen

Von: mas
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Baesweiler. Der Fachmann Heiner Bongers bestätigte die Einschätzung der Stadt Baesweiler. In der jüngsten Verkehrsausschusssitzung analysierte der Polizei-Kommissar die Verkehrsunfallentwicklung in Baesweiler im Jahr 2012. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen deuten die Zahlen auf eine erfreuliche Entwicklung hin“, urteilte Bongers.

Diese Ausnahmen drücken aber sehr. Denn dabei handelt es sich um zwei Todesfälle, die in Baesweiler zu beklagen waren. Im Juli 2012 verunglückte ein junger Rollerfahrer nahe Beggendorf tödlich, beim zweiten Todesopfer handelt es sich um einen Fahrer, der mit seinem Pkw von der Bahn abkam und seinen schweren Verletzungen erlag. „Zwei Verkehrstote sind selbstverständlich zwei zu viel“, bedauern Polizei und Stadt, letztere in Person vom Beigeordneten Frank Brunner.

Bei Gesamtbetrachtung der vorgelegten Statistik, welche die Jahre 2010 bis 2012 beleuchtet, wurde der Ausschuss mit einer leichten Steigerung der Gesamtunfallzahlen konfrontiert. Insgesamt wurden 2010 576 Unfälle registriert, 2011 waren es 545 und 2012 waren es 568. Das bedeutet zwar eine Steigerung von 23 Unfällen gegenüber 2011, aber auch einen Rückgang, wenn man die Zahlen aus 2010 gegenüberstellt.

Abgenommen haben sowohl die Unfälle mit Personenschäden (- 5), als auch die Zahl der Schwerletzten (- 5) und die der Leichtverletzten (- 19). Ein Kind (2011 = 13) verunglückte im Jahr 2012 weniger und auch bei den Radfahrern wurde ein Unfall weniger aufgenommen. „Viele Dinge konnten wir in Zusammenarbeit mit der Stadt auf kurzen Wegen regeln.

Das ist sehr positiv“, merkte Heiner Bongers an, der auch die Funktion des Verkehrssicherheitsberaters für Baesweiler inne hat. Besorgniserregend nannte der Kommissar „die Unfallzahlen mit jungen Erwachsenen“, zumal hier immer häufiger auch Drogeneinwirkung festgestellt werden. Ein besonderes Augenmerk der Polizei gilt der problematischen Zielgruppe der jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren.

Zwischenzeitlich nahmen 4000 Schüler aus den Kommunen der Städteregion am Präventionsprogramm „Crash-Kurs NRW“ für die 10. Schuljahre teil. Baesweilers Beigeordneter und Verkehrsdezernent Frank Brunner bestätigte die gute Zusammenarbeit mit der Polizei: „Ohne Zweifel wird die Polizei auch im Jahr 2013 ihre umfangreichen Anstrengungen fortsetzen, um die Unfallzahlen auch weiterhin zu senken.“

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