Verkehrsbehinderung: Die Tour de France hat absolute Vorfahrt

Von: red
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Strecke „präpariert“: Rafael Cichon (l.) und Marc Czorny stellen die letzten Sperrschilder an der Jülicher Straße in Alsdorf auf. Foto: Karl Stüber

Alsdorf/Würselen. Verkehrsteilnehmer und Anlieger der Strecke in Alsdorf und Würselen müssen sich am Sonntag auf Einschränkungen einrichten. Eins der weltweit größten Sportereignisse erreicht dann die Region. Die „Tour de France“ wird mit 198 Stars der Radfahrszene am Sonntag, 2. Juli, die beiden Kommunen im Nordkreis passieren.

Die zweite Etappe der Tour mit Start in Düsseldorf führt dann die Radprofis aus Richtung Aldenhoven-Schleiden rund vier Kilometer über die Jülicher und die Aachener Straße durch das Alsdorfer Stadtgebiet weiter in Richtung Würselen-Broichweiden. Mit der Durchfahrt der Rennteilnehmer ist ab etwa 15.30 Uhr zu rechnen. Bereits im Vorfeld ab etwa 13.45 Uhr präsentieren sich die Sponsoren der sportlichen Großveranstaltung mit einer etwa 45-minütigen, bunten Parade mit außergewöhnlich gestalteten Fahrzeugen, wobei auch Werbegeschenke an die Zuschauer verteilt werden, wie die Stadt Alsdorf mitteilt.

„Um einen reibungslosen Ablauf der Durchfahrt in Alsdorf gewährleisten zu können, sind allerdings umfangreiche Absperr- und Verkehrslenkungsmaßnahmen im unmittelbaren Veranstaltungsbereich erforderlich“, sagt Jürgen Kochs, Leiter des Ordnungsamtes.

Die Aachener Straße sowie die Jülicher Straße müssen am 2. Juli von 12 Uhr bis 17 Uhr auf der gesamten Länge und an allen einmündenden Straßen und Wegen für den gesamten Fahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Nach der verpflichtenden Vorgabe des Veranstalters muss zudem die gesamte Strecke frei von geparkten Fahrzeugen sein. Aus diesem Grund wurden bereits die Parkstreifen entlang der Veranstaltungsstrecke mit Halteverbotsschildern versehen. Die Halteverbote treten allerdings erst am 2. Juli ab 8 Uhr in Kraft.

„Durch Mitarbeiter des Präsenzdienstes werden diese Halteverbotsstrecken entsprechend überprüft. Falls nötig, muss leider ein Abschleppdienst hinzugezogen werden, da geparkte Fahrzeuge auf der Rennstrecke in keinem Fall geduldet werden können“, sagt Jürgen Kochs. Anwohner sollten also rechtzeitig einen alternativen Parkplatz in einer der Nebenstraßen nutzen. Um Verständnis für eine weitere Beeinträchtigung wird gebeten: Während des Zeitraums der Sperrung dürfen keine Fahrzeuge aus den angrenzenden Nebenstraßen in die Jülicher und Aachener Straße einfahren. Da es sich bei der Corneliusstraße um eine Sackgasse handelt, besteht leider in dieser Zeit auch keine alternative An-/Abfahrtsmöglichkeit. Im Bedarfsfall sollte also rechtzeitig ein anderer Abstellplatz aufgesucht werden, empfiehlt das Ordnungsamt.

Mit Beeinträchtigungen durch Straßensperrungen müssen auch andere Verkehrsteilnehmer rechnen. So ist etwa die Autobahnauffahrt Mariadorf Richtung Aachen im angegebenen Zeitraum gesperrt. Alternativ können die Auffahrten an der L 240 genutzt werden. Wer nach Begau oder Warden möchte, sollte ebenfalls die L 240, Einfahrt Mülldeponie, nutzen. Auch die Fahrgäste der Euregiobahn müssen mit einer zeitweisen Beeinträchtigung rechnen. Im Zeitfenster 12 bis 17 Uhr wird aus Alsdorf-Mitte kommend die Haltestelle Poststraße Endstation sein. Die Betreiber der Euregiobahn wollen ihre Fahrgäste rechtzeitig durch Aushänge informieren. Nach Beendigung der Veranstaltung ab etwa 17 Uhr werden die Sperrungen und Halteverbote sukzessive aufgehoben, so dass sich der Verkehrsablauf wieder normalisieren kann.

Nach Alsdorf steuern die Radrennfahrer das Gebiet der Stadt Würselen an. Sie nutzen die L 136 in Würselen bis Aachen-Haaren und zwar über die Neusener, Lindener, Jülicher Straße und Hauptstraße. Ab 8 Uhr wird auch hier auf der Rennstrecke ein absolutes Halteverbot eingerichtet. Anwohner werden gebeten, ihre Fahrzeuge außerhalb der Rennstrecke abzustellen und eventuell erwarteten Besuch darüber zu informieren. Für parkplatzsuchende Anwohner stehen weitere Parkflächen am Radrennsonntag bei Kronenbrot in der Fronhofstraße, bei Kappertz in der Lindener Straße, bei Kinkartz in der Nassauer Straße und im Parkhaus von „Pallen“ in der de-Gasperi-Straße zur Verfügung, teilt die Stadt Würselen mit. Für Besucher stehen das Parkhaus „Pallen“ und große Parkflächen im Bereich Merzbrück zur Verfügung. Ab 12 Uhr wird die gesamte L 136 gesperrt. Von diesem Zeitpunkt an kann die Radrennstrecke weder befahren noch gequert werden. Die Ortsteile Weiden und Linden-Neusen sind dann ebenfalls weiträumig für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr gesperrt und nur noch fußläufig oder mit dem Fahrrad erreichbar.

Gegen 13.50 Uhr wird die Werbekarawane erwartet. Das Radrennfeld, der Peleton, wird, je nach gefahrener Radrenngeschwindigkeit, ab 15.32 Uhr erwartet. Gegen 17 Uhr wird mit der Aufhebung der Sperrung gerechnet. Die Tour de France wird aus rund 250 Fahrzeugen der Werbekarawane und vorgelagerten Merchandisingfahrzeugen, 300 Fahrzeugen von Offiziellen und Medienvertretern, elf begleitenden Hubschraubern und 198 Radrennprofis bestehen. Am Radrennsonntag gilt ein generelles Überflugverbot der Rennstrecke, insbesondere für Drohnen. Auch wenn seitens des Veranstalters keine Werbung entlang der Radrennstrecke erlaubt ist, wird ein buntes Bild gerne gesehen, sogar gewünscht. Anwohner werden seitens der Stadt Würselen gebeten, ihre Häuser entlang der Strecke durch Fahnen und sonstige fantasievolle Accessoires zu schmücken.

Die Stadt setzt mehr als 120 freiwillige Helfer als Streckenposten ein, die die „Renntrasse“ sichern und absperren. Anwohner auf der Radrennstrecke werden gebeten, den Streckenposten Zugang zu einer Toilette zu ermöglichen. Außerdem richtet die Stadt Würselen einen „Stab außergewöhnliche Ereignisse“, kurz SAE, ein, der die gesamten Maßnahmen im Stadtgebiet koordiniert. Der Stab ist über die Telefonzentrale der Feuerwache Würselen, Telefon 02405/4678-0, zu erreichen. Über wichtige Ereignisse am Radrennsonntag informiert die Pressestelle der Stadt im Rahmen eines „Tour-Blogs“ ständig unter www.wuerselen.de

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