Verkehr und Bebauung bereiten Kopfweh

Von: Holger Bubel
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An Ofdens „Flaniermeile“ gibt es noch viel zu verbessern: Beleuchtete Bäume an der Theodor-Seipp-Straße sollen das Sicherheitsgefühl durch viel Licht stärken, ein Bistro oder ein Eiscafé die Aufenthaltsqualität steigern. Foto: Holger Bubel
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Ideen und Anregungen: Dass es im Stadtteil noch einiges zu tun gibt, das war das Ergebnis einer angeregten Diskussion. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Im Dezember 2013, beim Alsdorfer Stadtgespräch zum Thema „Mein Ofden“, initiiert vom Stadtmarketing-Verein und unserer Zeitung, hatte es noch massiven Protest gegeben, gegen die Pläne von Politik und Verwaltung mit dem Ortsteil, dem sogenannten Masterplan Ofden.

Jetzt waren die Einwohner erneut eingeladen, diesmal um mitzuwirken an der Entwicklung ihres Stadtteils.

Ideen, Wünsche und Pläne

Technische Beigeordnete Susanne Lo Cicero-Marenberg und ihr Verwaltungsteam wünschten ausdrücklich die Einbindung der Bevölkerung am weiteren planerischen Vorgehen. In Workshops zu den stadtteilrelevanten Themen sollten sie Anregungen aus ihrer Sicht geben, Ideen, Wünsche und Pläne unterbreiten.

Und der Sturm auf „Haus Ofden“, in dem die Workshops stattfanden, war groß. Hatten sich im Vorfeld nur 22 Teilnehmer angemeldet, wurde der Ruf nach deutlich mehr Stühlen schnell laut. Denn: Über 50 Ofdener wollten mitwirken, verteilt auf drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Bauen und Wohnen“, Nahversorgung“ sowie „Verkehr und Freiraum“. Ein weiterer Tisch wurde herangerückt, an dem man sich ausschließlich mit den Bebauungsplänen an der Festwiese beschäftigte.

Rund zweieinhalb Stunden wurden die Köpfe zusammengesteckt, der Grundriss des Stadtteils nach den jeweiligen Themen analysiert und Anregungen für die Verwaltung gleich auf den Tischdecken notiert. Ganz individuelle Wünsche, die das unmittelbare heimische Umfeld betrafen, wurden ebenso erfasst wie gemeingültige Vorschläge und Interessen.

Das Thema „Bauen und Wohnen“ lag den Ofdenern besonders am Herzen. Da muss sich was tun: „Es kann nicht nur Altbestand geben, der saniert wird. Als Vater zweier Kinder sind mir diese Häuser zu klein. Wir brauchen neues Baugebiet“, sagte etwa Stefan Ihmig, wohnhaft am Anemonenweg. Ähnlich sieht das Georg Schart. Er wohnt derzeit in Aachen, würde aber gerne in seiner alten Heimat bauen: „Da spreche ich für die junge Generation. Das ist das, was wir jungen Leute suchen“, sagt er mit Blick auf die frei werdenden Grundstücke auf denen heute noch die Schulen stehen.

Aber auch Mietwohnungen für Familien, die Bewahrung der Balance zwischen Bauen und Naturverträglichkeit und altersgerechtes Wohnen am Tierpark wurden begrüßt. Dass die Nahversorgung allemal ein Thema sei, wurde in diesem Arbeitskreis klar. Dabei wurde angeregt, eine Umfrage zum Thema „Dorfladen“ zu machen und bei Bedarf einen weiteren Vertiefungsworkshop zu initiieren.

Das Umfeld an der Theodor-Seipp-Straße, der „Flaniermeile Ofdens“, solle durch Beleuchtung (etwa der Baumallee), Baumschnitt und behindertengerechte Bürgersteige aufgewertet werden. Auch ein Café oder Bistro wurden gewünscht.

Beim Thema „Verkehr und Freiraum“ wurden konkrete Probleme angesprochen: der Parkraum in manchen Straßen, zum Beispiel Habichtweg-Grillenweg oder Hasenweg-Sperlingsweg. Dass zusätzliche Parkplätze notwendig seien, war einhellige Meinung. Dazu solle seitens der Verwaltung erfasst werden, wo überhaupt die Möglichkeit bestehe, Parkraum anzulegen. Mehr Hundetoiletten und Mülleimer, bessere ÖPNV-Anbindung Richtung Zentrum wurden ebenso angeregt. „Wir wollen hier in Ofden schließlich nicht von Alsdorf abgekapselt sein“, sagte Stefan Ihmig.

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