Verhandlungen bei Cinram Alsdorf gehen in die zweite Runde

Von: -ks-
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Alsdorf. Mit Spannung erwartet die Tarifkommission der IGBCE die zweite Verhandlungsrunde mit der Geschäftsführung über den Haustarif, die am Donnerstag, 14. Juni, stattfinden soll.

Wie berichtet, will die Unternehmensleitung angesichts der Suche nach einem neuen Investor den Standort Alsdorf mit seinen knapp 1000 Festangestellten marktfähig erhalten, aber auch profitabler machen.

Laut IGBCE-Bezirksleiter Manfred Maresch habe es in der ersten Runde kein greifbares Ergebnis gegeben. Der Arbeitgeber habe auf eine Gesamteinsparung von 7,5 Millionen Euro bestanden. Zudem wolle das Unternehmen für fünf Jahre die Entgelte nicht anpassen.

Die Tarifkommission habe erklärt, dass mit ihr eine Streichung der Ausgleichszulage der unteren Lohngruppen nicht verhandelbar ist. Auch sei laut Maresch ein Eingriff in die laufenden Bezüge nur schwer der Mitgliedschaft vermittelbar.

Der IGBCE ist allerdings auch klar, dass sie bezüglich Einsparmöglichkeiten Gegenvorschläge machen sollte, um in die Verhandlungen einzusteigen. „Mögliche tarifliche Regelungen” könnten „Gegenstand von Einsparungen” sein, heißt es da, „ohne den Umfang genau zu benennen”.

Stellschrauben habe die IGBCE bei der Arbeitszeit, der Jahressonderzahlung (frühestens ab 2013), dem Urlaubsgeld und dem bereits vor einiger Zeit ausgemachten „Demografiefonds” ausgemacht. Letzteres bedeutet, dass eigentlich im Jahre 2012 jeder Mitarbeiter eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro und in 2013 über 200 Euro bekommt.

Laute IGBCE muss es sich auszahlen, der Gewerkschaft anzugehören. Hierfür wird ein Mitgliederbonus gefordert. Bei Lohnanpassungen während einer längeren Laufzeit könnte sich die Tarifkommission eine Null-Runde in 2013 vorstellen, ab 2014 bis 2016 jedoch eine jährliche Anpassung an die Preissteigerungsrate.

Klar ist aber, dass diese Vorschläge nicht ausreichen, um das von der Geschäftsführung geforderte Einsparvolumen zu erreichen, weiß Maresch. Nun soll der Arbeitgeber seinerseits andere Sparmöglichkeiten aufzeigen. Zuletzt habe das Unternehmen signalisiert, dass die Ausgleichszulage doch bestehen bleiben könne. Gleichwohl sollten laufende Entgelte für andere Lohngruppen reduziert werden.
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