Verein „Wawawasi“ hilft in Peru behinderten Kindern

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Herzogenrath. Zur Generalversammlung mit Neuwahl des Vorstandes hatte der Verein „Wawawasi – Haus der Kinder“ eingeladen. Die Vorsitzende Dr. Gabi Gielen begrüßte dazu zahlreiche Mitglieder. Stellvertreter Christoph Hilden berichtete über seinen drei Monate langen Aufenthalt in Puquio/Peru, wo der Verein seit Jahren ein Heim für behinderte Kinder betreut.

Er schilderte die Situation in dem von Armut und extremen Klima gezeichneten Land, vor allem aber seine Begegnung mit den Kindern des Heims und ihren Betreuern, die ihn beeindruckt haben. Im Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt habe er erfahren, dass die Zahl behinderter Kinder in Puquio ungewöhnlich hoch sei. Dr. Gielen, die selber ein Jahr lang dort lebte, nannte Gründe: In dieser Region – Puquio liegt auf 3000 Meter Höhe in den Anden – sei es üblich, dass die Frauen ohne Hilfe zu Hause oder auf dem Feld entbinden, der Säugling oft nach der Geburt einen Schlaganfall erleide und kein Arzt zur Stelle sei. Außerdem spiele Alkohol – auch als Mittel gegen Hunger – eine Rolle.

Dennoch, so Christoph Hilden, sei es möglich, diese meist sprach- und gehbehinderten Kinder zu fördern. „Sie müssen nicht nur mit Essen und Kleidung versorgt, sondern auch in ihren Kompetenzen gestärkt werden.“ Lebensmut und Dankbarkeit für Zuwendung zeigte er sehr eindringlich an Beispielen. Daher will „Wawawasi“ in Zukunft verstärkt therapeutische Maßnahmen, wie etwa Logopädie und Physiotherapie mitfinanzieren; langfristig mit dem Ziel der Integration. Hierfür hat Hilden starke Verbündete gefunden. Eine Einwohnerin von Puquio hat gemeinsam mit einem deutschen Missionar eine Privatschule aufgebaut, die inzwischen als Vorzeigeprojekt in der Region gilt.

Zwei Kinder des von „Wawawasi“ betreuten Heims besuchen bereits diese Schule und nehmen am Unterricht teil. Nach dieser eindrucksvollen Präsentation gab die Vorsitzende ihren Rechenschaftsbericht. Bei zahlreichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr konnte der Verein seine Arbeit präsentieren. Gabi Gielen dankte allen Aktiven und den zahlreichen Spendern. Margret Schumacher gab den Kassenbericht. Für die Revisoren bestätigte Walter Lemper einwandfreie Kassenführung. Einstimmig entlastete die Versammlung die Kassiererin und den Vorstand.

Unter Leitung des Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt Merkstein, Horst Herberg, bestätigte die Versammlung den bisherigen Vorstand einstimmig. Erste Vorsitzende bleibt Dr. Gabi Gielen. Ihre Stellvertreter sind Christoph Hilden und Lorenz Bernhard. Als Kassiererin wurde Margret Schumacher, als Schriftführer Jaques Gielen bestätigt. Revisoren sind weiterhin Ursula Foitzik und Walter Lemper. Infos: www.wawawasi.net

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