Aachen/Würselen - Verdienstmedaille: Gertrud Baumann und Adelheid Fröhlich geehrt

Verdienstmedaille: Gertrud Baumann und Adelheid Fröhlich geehrt

Von: tis
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Verdienstmedaille für zwei engagierte Frauen: Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg zeichneten Gertrud Baumann (links) und Adelheid Fröhlich aus. Foto: Martin Ratajczak

Aachen/Würselen. Es herrschte eine festliche Atmosphäre im Weißen Saal des Rathauses, wurden doch gleich zwei engagierte Ehrenamtlerinnen mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Gertrud Baumann (85), Witwe des unvergessenen „Jahrhundertprinzen“ Franz Baumann, sowie Adelheid Fröhlich (65), bis zu ihrer Pensionierung Rektorin der Sebastianus-Grundschule in Würselen. Beide haben über Jahrzehnte hinweg das Lebenswerk von Franz Baumann unterstützt und seit seinem Tod 2005 fortgeführt. So konnten sie von da an 500.000 Euro an Spendengeldern für die Hilfsprojekte in Ruanda sammeln.

Die Auszeichnung nahmen Oberbürgermeister Marcel Philipp und Städteregionsrat Helmut Etschenberg gemeinsam vor und bekannten beide ihre Begeisterung für den damaligen Schulamtsdirektor, Karnevalisten und bekennenden Aachener Franz Baumann.

Der Vollblutpädagoge war ein unermüdlicher Spendensammler für die Kinder Ruandas – in 40 Jahren wurde über eine Million Euro überwiesen. Bis heute werden dort drei Projekte gefördert: die Schulausbildung von Kindern und Jugendlichen, ein Berufs- und Jugendzentrums für Jungen und Mädchen in Kabuye sowie eine Berufsschule zur Förderung handwerklicher Fähigkeiten. „Mit ihrer liebenswürdigen Art hält Gertrud Baumann die Erinnerung an die Hilfsprojekte ihres Mannes wach“, unterstrich Philipp.

Die Spendengelder werden über das Kindermissionswerk, das auch Zuschüsse gibt, an die Ordensleute in Ruanda weitergeleitet. Adelheid Fröhlich engagierte sich von 1992 bis 2008 im Verwaltungsrat des Kindermissionswerks „Die Sternsinger e.V.“ Sie überzeugte sich vor Ort von der Verwendung der Spenden, hatte ebenso Franz Baumann aufren Reisen nach Ruanda begleitet. Seit seinem Tod unterstützt sie das Engagement seiner Witwe. In der Schule veranstaltete sie jährlich eine Ruanda-Aktion. Eine Kostprobe der dabei auftretenden Schüler bot jetzt im Rathaus der 15-jährige Jakob als Jongleur.

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