Verdi will die Hälfte des Frühlingsfests verhindern

Von: vm
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Herzogenrath. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ist empört. Herzogenraths Bürgermeister Christoph von den Driesch (CDU) hätte behauptet, zur vergangenen Ratssitzung hätte zum Punkt verkaufsoffene Sonntage noch keine Stellungnahme von Verdi vorgelegen. „Das stimmt nicht“, sagt Gewerkschaftssekretär Martin Krupp.

„Unsere Stellungnahme war sogar der Vorlage angehängt, und das ist im Ratsinformationssystem nachvollziehbar.“ Die Sitzungsvorlage mit dem nicht gerade eingängigen Namen „Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass von Volks- und Stadtteilfesten im Stadtteil Herzogenrath- Mitte und Nordstern-Park“ stammt vom 16. Februar dieses Jahres und war zunächst dem Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt worden. Dieser empfahl dem Rat, alle vier Termine zu genehmigen, was so auch geschah.

Verdi sagt, man habe im Nachgang zur Ratssitzung sogar den Beschluss zur Kenntnisnahme schriftlich mitgeteilt bekommen. „Darin wird auf unsere Stellungnahme Bezug genommen.“ Die Aussage des Bürgermeisters sei also schlichtweg falsch, so Krupp.

Aber „stimmt nicht“ sagt auch der Bürgermeister selbst: Er hätte gesagt, dass ihm noch keine „Klage“ von Verdi vorläge, nicht „Stellungnahme“. Das sei also ein Missverständnis gewesen.

Inzwischen steht allerdings fest, dass Verdi einen Anwalt einschalten will, um auf Basis des Ladenöffnungsgesetzes zu klagen. Das teilte Krupp weiter mit. Bei Erfolg – und die aktuelle Rechtsprechung aus Beispielen wie Köln oder Münster deutet darauf hin – könnte also bereits der zweite Tag des Frühlingsfests (2. April) ins Wasser fallen. Ebenso die weiteren geplanten Termine an Sonntagen: Burgfest am 11. Juni, Oktoberfest am 1. Oktober und Burgfest am 17. Dezember.

„Es ist ein starkes Stück, dass uns die letzten vier verbleibenden Sonntage madig gemacht werden“, sagt der Gewerbevereinsvorsitzende Jörg Meyers. Früher habe es einmal elf Termine in Herzogenrath, Merkstein und Kohlscheid gegeben.

Und der Verkauf stünde wahrlich nicht im Vordergrund. Vielmehr handele es sich um Feste für die ganze Familie. „Man wirft uns da Klötze vor die Füße. Zumal in den Niederlanden Geschäfte jeden Sonntag geöffnet sind.“

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