Alsdorf - Verbrauchen wir wirklich so viel Wasser?

Verbrauchen wir wirklich so viel Wasser?

Von: Stefan Schaum
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Auch wir Kleinen verbrauchen g
Auch wir Kleinen verbrauchen ganz schön viel Wasser: Wie viel in ihrer Kita durch die Leitungen fließt, haben die Kleinen aus der „Seepferdchen”-Gruppe anhand leerer Eimer und Wannen symbolisiert. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Hier ein paar Tropfen und da ein paar Tropfen. Ein Glas neben dem Wasserfarbkasten oder ein Druck auf die Toiletten-Spültaste: Wie viel Wasser täglich durch die Leitungen in ihrer Kita fließt - und ob es tatsächlich so viel sein muss - haben Kinder des AWO-Familienzentrums „Mittendrin” in Hoengen erforscht.

Als „Wasserdetektive” waren sie unterwegs und wollen damit nicht bloß Ressourcen schonen, sondern obendrein in einem Wettbewerb punkten.

Den hat die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung im Projekt „Leuchtpol” ausgeschrieben. „Kleine Schritte - große Wirkung” ist das Motto. „Kinder sollen sehen, welche Folgen beinahe jede Tätigkeit des Menschen für die Umwelt hat”, sagt Rosi Kolberg, Leiterin der AWO-Kita. Jüngst hat Erzieherin Elke Müller-Kutsch, die mit den Wasserdetektiven unterwegs ist, morgens einfach mal den Haupthahn der Wasserleitung abgedreht. Die Folge: Kinder am Waschbecken mit ratlosen Mienen - warum kommt denn hier nichts mehr raus? Dass Wasser eben nicht überall so selbstverständlich aus den Hähnen sprudelt wie hierzulande, war der Lerneffekt dieser Aktion.

Seitdem schauen die Kleinen ganz genau hin: Wird das Wasser gleich wieder abgedreht, wenn der Zahnputzbecher gefüllt ist? Sind die Hände nicht nach ein paar Sekunden waschen schon sauber genug? Muss das Planschbecken draußen auf der Wiese wirklich voll sein bis zum Rand? Da kommt im Lauf des Tages und bei 105 Kindern ganz schön was zusammen: fast 2000 Liter sind es, haben die Kleinen errechnet. Eine Zahl, die ihnen zunächst mal wenig sagte und die deshalb in den Gängen der Kita „inszeniert” wurde: Die für diese Wassermenge nötigen Plastikeimer und kleinen Wannen hatten die Kinder mitgebracht und sie im Flur drapiert. Als die alle dort standen, waren die Wege verstopft. Und die Kleinen ziemlich baff. Auch ein Aha-Effekt. Oder, wie einer der Kleinen meinte: „Boah - wir verbrauchen aber ganz schön viel!

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