Alsdorf - Veranstaltungsreihe zur Zechenschließung

Veranstaltungsreihe zur Zechenschließung

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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Symbol des Strukturwandels: das Fördergerüst in Alsdorf. Vor einem Vierteljahrhundert wurde die Zeche geschlossen. Foto: Verena Müller

Alsdorf. 25 Jahre nach der Zechenschließung – ist das ein Jubiläum, das es zu feiern gilt, oder eher ein Anlass für eine Gedenkveranstaltung? Darüber könnte man sich wohl lange streiten. Der erste Bürger Alsdorfs, der Stadt, um die es geht, sagt es so: „Man muss wissen, wo man herkommt, wenn man wissen will, wo man hingeht.“

Und: „Wir schämen uns nicht für unsere Wurzeln“ – ohne die Alsdorf nicht stünde, wo es jetzt steht. Zeit, Bilanz zu ziehen, ist es allemal, und die Stadt hat mit vielen Akteuren und Sponsoren ein umfangreiches Programm über das gesamte Jahr 2017 verteilt auf die Beine gestellt, um das Ende des Bergbaus aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu beleuchten.

Wie Sonders bei der Vorstellung der einzelnen Termine am Freitag im Energeticon betonte, liegt der Schwerpunkt weniger auf der Zeit vor dem 18. Dezember 1992, sondern eher auf der Zeit danach. Sprich: Was hat sich im vergangenen Vierteljahrhundert in Alsdorf verändert?

Von „bahnbrechenden, einschneidenden Veränderungen“ im Rahmen des Strukturwandels sprach Sonders, und der Schirmherr der Veranstaltungsreihe, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, ergänzte die Worte seines Vorredners durch Adjektive wie „energiegeladen“ und „dynamisch“ – womit er, wie er unterstrich, auch den Bürgermeister selbst meinte.

Unter dem Dach des Pro Energeticon Vereins und der Stadt, die für die Abwicklung zuständig sind, sind 17 Veranstaltungen zustande gekommen. Eine Übersicht:

Freitag, 13. Januar, 19 Uhr: Neujahrsempfang in der Stadthalle mit Vorstellung des Veranstaltungsjahrs; Gastredner ist Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, der zum Thema „25 Jahre Strukturwandel in Alsdorf – eine Bilanz“ referiert.

Mittwoch, 1. März: „Halden bleiben“: Ausschreibungsbeginn des Kunststipendiums des Alsdorfer Kunstvereins.

Sonntag, 5. März, 11.30 Uhr: „Schaffrath und die Barbarakapelle“, Eröffnung der Ausstellung von Fotografien von Algirdas Milleris im Schaffrathhaus in Ofden.

Donnerstag, 16. März, 11 Uhr: „Blickpunkt Hauptschacht Anna“ – Informationstafeln und Fernrohre auf dem alten Fördergerüst, die einen Vergleich von damals und heute ermöglichen, zurückgehend auf eine Idee der Pro-Energeticon-Mitglieder Hans Vorpeil, Rudolf Bast und Hans-Peter Thelen.

Mittwoch, 29. März, 10 Uhr: „Tim und Anna fahren ein“ – Autorenlesung für Kinder mit Heinrich Peuckmann in der Stadtbücherei.

Freitag, 28. April, 19 Uhr: „Das Aachener Revier: Bergbaugeschichte erfahrbar machen“ – LVR-Filmabend zur Bergbauzeit im Energeticon.

Freitag, 25. Mai, 10 Uhr: „Neues Wohnen in Alsdorf erfahren“ – eine Radtour durch die neuen Wohngebiete.

Montag, 26. Juni, 8.30 Uhr: „Weiß statt Schwarz – Die Vielfalt der Alsdorfer Wirtschaft nach dem Bergbau“ – Wirtschaftsgespräch der Business-Park-Alsdorf-GmbH im Fördermaschinenhaus des Energeticon mit Vertretern Alsdorfer Unternehmen. Städteregionsrat Helmut Etschenberg hält ein Impulsreferat.

Mittwoch, 6. September, 15 Uhr: „Alsdorf, anders als man denkt“ – Vorstellung des neuen Bildbands und Prämierung der Gewinner der Fotowettbewerbs mit dem Ziel, Alsdorf von seinen aktuellen Seiten zu präsentieren (siehe Infobox).

Freitag, 8., bis Montag, 11. September: „Europafest im Zeichen des Bergbaus“ mit vielen bergmännischen Gruppen.

Montag, 11. September, 19 Uhr: „Alsdorf – und seine zweite Wandlung“ – Vortrag von Rudolf Bast in seiner Funktion als Ehrenvorsitzender des Alsdorfer Geschichtsvereins im großen Sitzungssaal des Rathauses.

Freitag, 6. Oktober, 19 Uhr: „ANNA. Bergbau reloaded“ – Eröffnung der Ausstellung von Fotografien von Algirdas Milleris in der Galerie der Stadtbücherei.

Samstag, 21. Oktober, 14 bis 16 Uhr: „Wirtschaft, Wandel, Visionen: Alsdorfer Wirtschaft auf Tour(en)“ – Busrundfahrt ab Alsdorfer Rathaus.

Sonntag, 8. November, 17 Uhr: „25 Jahre nach dem Bergbau – Eine Stadt entdeckt sich neu“ – Vorstellung eines Buchs mit 25 Autorenbeiträgen inklusive Lesung von Auszügen im Fördermaschinenhaus im Energeticon.

Freitag, 24. November, 19 Uhr: „Wohnen in Alsdorf“ – Eröffnung der Ausstellung des Fotoclubs Alsdorf 01 in der Stadtbücherei.

Freitag, 8. Dezember, 10 Uhr: „Netzwerk erzählte Geschichte“ – Auftakt einer Workshopreihe mit dem Bergbaumuseumsverein, dem Alsdorfer Geschichtsverein und Kooperationsschulen in den Panoramaräumen des Energeticon.

Montag, 18. Dezember, 19 Uhr: „Woher kommen wir? Wohin gehen wir?“ – Schüler und Zeitzeugen im Gespräch als Abschluss der Veranstaltungsreihe im Fördermaschinenhaus des Energeticon.

Auf das Veranstaltungsjahr weist nicht zuletzt ein riesiges Plakat an der Fassade der Turbinenhalle am Annaplatz (neben Kaufland) hin. Weitere Infos gibt es beim Amt für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, Marion Wingen, Telefon 02404/50-390 und ...

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