Vandalismus am Kohlscheider Kunstrasenplatz

Von: mabie
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Vom traurigen Anblick der Trainerunterstände machten sich Jugendleiter Hans Bündgens (l.) und Geschäftsführer Nino Schaaf gemeinsam mit dem BSK-Ausschussvorsitzenden Bruno Barth ein Bild. Foto: Markus Bienwald

Herzogenrath. Vandalismus hat dem SV Kohlscheid ein wenig die Freude am Kunstrasenplatz an der Casinostraße genommen. „Unsere beiden Trainerunterstände waren beinahe völlig zerstört“, erzählt Jugendleiter Hans Bündgens. Irgendwann im Januar haben Unbekannte zugeschlagen und die Kunststoffscheiben der beiden halboffenen Unterstände zerstört.

„Das war nicht einfach ausgelassener Unmut“, ist sich SV-Geschäftsführer Nino Schaaf sicher, „da wurde mit Nachdruck gearbeitet.“ Im Ergebnis war der linke der beiden vom Verein selbst für rund 7000 Euro finanzierten Unterstände völlig entglast und umgeworfen, dem rechten fehlten ein paar Scheiben, aber er stand noch. „Wir haben das Ganze dann provisorisch repariert, um zumindest den normalen Trainings- und Spielbetrieb, bei dem die Stände gebraucht werden, aufrechtzuerhalten“, so Schaaf weiter.

2009 hatte der Verein die Korken knallen lassen, der vom SV Kohlscheid zur Realisierung von der Stadt geforderte Eigenanteil für den geplanten Kunstrasenplatz an der Casinostraße war zusammen und das lang gehegte Projekt konnte umgesetzt werden. „Wir haben aus der Vereinskasse und mit Unterstützung von Sponsoren die Unterstände gekauft und installiert“, blickt Schaaf zurück. Nun sind die Unterstände beinahe hin und die Haftungsfrage steht im Raum: Denn hätten die Vandalen auf dem Kunstrasen gewütet, oder hätten sich an den festen Einbauten des Geländes ausgelassen, wäre sicherlich eine Versicherung für die Schäden aufgekommen. „Aber für so etwas zahlt keine Versicherung“, ist Bündgens sicher. Das Risiko der Anlage liegt in den Augen der Vereinsvertreter in der unzureichenden Einzäunung. „Bei einem festen Metallzaun wäre das nicht passiert“, ist Schaaf sicher. Stattdessen gibt es einen Drahtzaun, der sich leicht überwinden lässt. In dieser Angelegenheit hat der SV Kohlscheid nach eigenen Angaben schon mehrfach das Gespräch mit der Stadtverwaltung gesucht. Die Stadtverwaltung meint dazu in einer Stellungnahme: „Vandalen lassen sich auch durch einen stabilen Metallzaun nicht von ihrem Vorhaben abhalten.“ Es gebe keinen hundertprozentigen Schutz gegen Vandalismus und ein Metallzaun sei zudem sehr teuer, so die Stadt. „Es sei auch darauf hingewiesen, dass es viele Sportplätze gibt, die über gar keine Einzäunung verfügen und nie in den Fokus von Vandalen geraten sind“, heißt es von der Verwaltung, die mehr auf soziale Kontrolle durch Anwohner setzt.

Kettenschloss als Schutz

Auch bei den Zugangsmöglichkeiten zur angrenzenden öffentlichen Skateranlage zum Kunstrasenplatz gibt es ein Problem. „Ein Schloss ist defekt und wurde seitens der Stadt nicht ausgetauscht“, sagt Bündgens. Ein simples Kettenschloss hält nun hier Unbefugte zumindest optisch vom einfachen Betreten des Geländes ab. Zumindest Letzteres hält die Stadt Herzogenrath auf Nachfrage unserer Zeitung für eine ebenso effektive Maßnahme wie ein fest eingebautes Schloss, so dass von einem Provisorium keine Rede sein könne. Bei den Trainerhäuschen sagt die Stadt, dass sie aus Sicht der Verwaltung falsch platziert waren und die Anschaffung von mobilen Trainerbänken die bessere Lösung gewesen sei. „Würde der Verein der Beschaffung von mobilen Häuschen folgen, besteht die Möglichkeit für die Neuanschaffung Mittel der Sportpauschale nach Antrag an den Stadtsportverband und Genehmigung durch den Sportausschuss und Zuschüssen der Städteregion zu beantragen. Eine Beteiligung des Vereins wäre jedoch notwendig,“ heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung.

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