Alsdorf - VABW startet Dialog zum Thema Jugendarbeitslosigkeit

VABW startet Dialog zum Thema Jugendarbeitslosigkeit

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Ideen entwickeln, Projekte auf den Weg und somit Jugendliche in Arbeit bringen - das sind die Ziele eines Bildungsdialoges, den der Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung (VAWB) jetzt gestartet hat. Im Alsdorfer Energeticon kamen zahlreiche Vertreter von Bildungsträgern, aus Politik und Wirtschaft zusammen.

„Stark machen für neue Chancen” ist die Veranstaltungsreihe überschrieben. Beim Auftakt forderte Dr. Hartmut Hinke, Geschäftsführer des vor 25 Jahren in Alsdorf gegründeten VAWB, dazu auf, in der Städteregion an einem Strang zu ziehen.

„Es ist an der Zeit, den Ball auch mal an die Politik zurückzugeben. Kreative Ideen lassen sich besser gemeinsam entwickeln”. Dass dabei die Zeit drängt, unterstrich Professor Dieter Timmermanns, Rektor der Universität Bielefeld, in seinem Referat. „Unsere Gesellschaft leistet es sich schon zu lange, das Potenzial der Jugend nicht voll auszuschöpfen.”

Neben Kritik am dreigliedrigen Schulsystem („Die Hauptschule ist nicht mehr zu retten”) formulierte er die Forderung, Migranten vermehrt zu fördern. „Ungleiche Bildungschancen vererben sich von Generation zu Generation. Einen sozialen Aufstieg schafft da kaum mal jemand.” Die Barriere zwischen akademischen und nicht-akademischen Berufen aufzuheben, sei dringend vonnöten. „Wir stehen damit in Deutschland damit besonders tragisch da, weil andere Länder es viel besser machen.”

Impulse

Impulse, die in einer anschließenden ersten Diskussion aufgenommen worden. „Wir müssen mit der Unterstützung noch früher beginnen”, sagte Frank Numan, Mitglied der Geschäftsleitung des VABW. Sind bislang Jugendliche ab 16 Jahren im Blick, könnten es künftig noch jüngere sein. Numan: „Es geht nicht bloß um die Schule, es geht um die soziale Integration. Da müssen Förderprojekte ansetzen.” Gelegenheit, darüber zu diskutieren, soll es bei weiteren Treffen erneut geben.
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