Unterschriftenaktion: „Die Schulsozialarbeiter müssen bleiben“

Von: Stefan Schaum
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Viele Listen: Im Alsdorfer SPD-Unterbezirksbüro überreichten der Würselener Realschulleiter Lorenz Hellmann (r.) sowie Schüler und Lehrer die Unterschriften an Eva-Maria Voigt-Küppers (Mitte). Foto: Stefan Schaum

Nordkreis. Die Sammler waren fleißig: Mehr als 3000 Unterschriften haben Lehrer, Schüler und Eltern aus der Würselener Realschule und der Alsdorfer Marienschule am Donnerstag der SPD Landtagsabgeordneten Eva-Maria Voigt-Küppers überreicht. Die Forderung der Unterzeichner: Die Schulsozialarbeiter müssen bleiben. Die Aussicht auf Erfolg: fraglich.

Im Grunde haben die Besucher mit ihrem Wunsch, dass die im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes (BUT) finanzierten Stellen nach der dreijährigen Anschubfinanzierung durch den Bund zum Jahresende nicht einfach auslaufen, offene Türen eingerannt. Voigt-Küppers: „In der Sache bin ich ganz bei Ihnen. Mir ist klar, wie wichtig die Schulsozialarbeiter heutzuge sind. Die sind Frühwarnsysteme, das ist notwendige Präventionsarbeit. Das ist für mich absolut unstrittig“. Das Problem: Derzeit streiten sich andere, nämlich Land und Bund, und zwar um die Zuständigkeit. Und die Kommunen können die Fortführung ohnehin nicht schultern. Zahlen will keiner so richtig – und es gibt auch unterschiedliche Auffassungen darüber, zu welchem Etat die Schulsozialarbeiter überhaupt gerechnet werden sollten. Derzeit gibt es neben den BUT-finanzierten Schulsozialarbeitern auch solche, die an meist größeren Schulen anstelle von Lehrern angestellt sind. Deren künftiger Einsatz steht nicht zur Debatte. Voigt-Küppers: „Das Ganze ist ein großes Wirrwarr, da muss dringend entflochten und neu geregelt werden. Mulitprofessionelle Teams gehören heute an die Schulen.“ Sie wolle sich nach Kräften mühen, dafür auch in Düsseldorf zu werben. Ihre Hoffnung: „Wir müssen schauen, ob es Programme gibt, deren Finanzen nicht ausgereizt sind, so dass wir die Schulsozialarbeiter übergangsweise finanzieren können, bis endlich Klarheit über eine dauerhafte Lösung besteht.“

Mit dem Rücken zur Wand

Nicht nur die Sozialarbeiter stehen derzeit mit dem Rücken zur Wand. Auch die Lehrer, wie Donnerstag von ihnen betont wurde. Von Überforderung war die Rede und davon, viele Dinge ohne die mittlerweile gut eingeführten Kräfte gar nicht mehr leisten zu können. Man muss schauen, wo sich das Geld dafür findet, sagte Voigt-Küppers. Zumal derzeit auch teure Dinge wie die Inklusion zu Buche schlagen. Ein wenig Hoffnung machte sie zum Schluss aber doch: „Ich erkenne in Düsseldorf auf allen Ebenen ein echtes Bemühen, das jetzt möglichst rasch lösen zu wollen. Da müssen wir dran bleiben.“

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