Alsdorf - Unterricht mit Gütesiegel

Unterricht mit Gütesiegel

Von: Holger Bubel
Letzte Aktualisierung:
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Individuelle Förderung und Kreativität ergänzen sich: Theresa (v.l.), Wian und Eda genießen es, im Mädchenkurs gestalterisch aktiv zu sein. Vertrauen bildende Maßnahmen sind Bestandteil des GHG-Konzepts.

Alsdorf. „Individuelle Förderung” - dieser Anspruch eines jeden Schülers ist seit 2006 im Schulgesetz verankert. Dabei haben die Schulen den Unterricht so zu gestalten und die Schüler so zu fördern, dass die Versetzung der Regelfall ist.

Volker Klüppel, Schulleiter der Gustav-Heinemann-Gesamtschule (GHG) in Alsdorf, kam ins Grübeln, als er die vom Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW ausgeschriebene Maxime „zur individuellen Förderung im Zentrum der schulischen Arbeit” (Staatssekretär Günter Winands) vernahm: „Das machen wir doch schon lange”, dachte Klüppel und stellte einen Antrag auf das „Gütesiegel Individuelle Förderung” - das es dann auch prompt gab.

Der Grund dafür: Das „Drei-Säulen-Konzept” der GHG sieht spezielle Fördermaßnahmen im Bereich der Kernfächer, der Sozialkompetenzen und im Musisch-Künstlerischen vor. „Wir haben eine sehr heterogene Schülerschaft. Unser Ziel ist es je die Stärken zu stärken. Und zwar vom Hauptschul- bis zum Gymnasialabschluss”, sagt Martin May, Didaktischer Leiter der GHG.

Das „Erwachsenwerden” wird dabei thematisch von der fünften Klasse an auf das jeweilige Alter abgestimmt, eine bruchlose Lernbiografie angestrebt. Beispiele: Im Bereich der Sprachen und Mathematik gibt es besondere Förderung in Deutsch oder Englisch - mit PC und Online-Angeboten, die an der GHG längst Standard sind, wo andernorts noch diskutiert wird. Förder-AGs in Kooperation mit der RWTH Aachen sind fester Bestandteil.

Und - einzigartig in der Region - Türkisch kann bei türkischen Lehrern als Wahlpflichtfach belegt werden. „Streitschlichter, Mädchen- und Jungenarbeit, Musische AGs sind weitere Bausteine der Förderung”, betont Sozialpädagogin Monika Esser.

Ein weiteres Beispiel: Die Lernpatenschaft „Schüler fördern Schüler”, die von der Oberstufe erarbeitet wurde. Dabei helfen die älteren den jüngeren Schülern, was sowohl die Sozialkompetenz als auch die Wissensvermittlung voran bringt.
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