Unterhaltsamer Quartalsrückblick: Frank Küster bei „Kultur nach Acht”

Von: lo
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Ode an die 75-Watt-Glühbirne: Mit einem Lied trauerte Frank Küster um die vom Markt genommenen Leuchtmittel. Foto: Odenkirchen

Baesweiler. Mit dem vermeintlichen Sommerloch hat Frank Küster keine Probleme. Kein Wunder, denn dank Fußballweltmeisterschaft, Bohrlochkatastrophe, streikenden Schnellzügen und Koalitionsknatsch hatte der Kabarettist für seinen Quartalsrückblick, die „Küsternacht”, bei „Kultur nach Acht” genügend Vorlagen, um den Abend zu füllen.

„Längeres gemeinsames Lernen will die Koalition in Düsseldorf”, stellte Küster fest, „ich würd sagen, das gabs doch früher schon. Da hieß das allerdings sitzenbleiben.” Auch über den momentan allgegenwärtigen Thilo Sarrazin wunderte sich Küster: „Manchmal frag´ ich mich, wieso hat man als Bundesbankvorstand überhaupt die Zeit, so ein Buch zu schreiben?”

Allerdings: Ein wenig hatte man das Gefühl, dass der Funken in der ersten Hälfte des rund zweieinhalbstündigen Abendprogramms nicht immer überspringen wollte. Das Publikum lachte zwar, war bei manchen Gags aber auch zurückhaltend - ein Umstand, der sich in der zweiten Hälfte allerdings deutlich ändern sollte: Da liefen Hauptakteur wie Publikum zu Hochform auf, nicht nur mit flotten Sprüchen und zündenden Gags, sondern auch mit Gesangseinlagen.

Die Qualitäten des Düsseldorfers geben ohnehin wenig Anlass für Zweifel: Lange Zeit war Küster als Duo zusammen mit Dieter Nuhr in der Republik unterwegs, danach schrieb er Gags für Harald Schmidt und ist seit Jahren gemeinsam mit den Musikern Marcel Mader (Schlagzeug) und Andreas Hirschmann (Keyboard) mit einem Monatsrückblick im Düsseldorfer „Uerige” eine Institution.

Mader und Hirschmann begleiteten Küster auch nach Baesweiler, um seinen Auftritt als „Burgorchester” musikalisch zu untermalen. Überzeugt hatte bis dahin auch Küsters erster Gast, Johannes Schwelm, der Marcel Reich-Ranicki parodierte.

Ein glückliches Händchen bewies Küster auch bei seinem zweiten Gast, Matthias Jung, der vor allem von seinem Leben im beschaulichen Hüffelsheim (1300 Einwohner) berichtete. Beeindruckt war der Rheinland-Pfälzer von der Großstadt Baesweiler („28.000 Einwohner - dann habt ihr ja sogar ne Ampel!”).

Bis zu Küsters nächstem Auftritt müssen sich die Baesweiler nun etwas gedulden: Erst in der Vorweihnachtszeit, am 2. Dezember, ist der Kabarettist wieder zu Gast. Bis dahin werden in zwei bereits ausverkauften Veranstaltungen Jürgen Beckers und die Musicaldarstellerin Renée Knapp das Programm bestreiten.

Mit Kultur geht´s auf der Burg aber schon am Samstag, 10. September, weiter: Ab 21 Uhr ist bei freiem Eintritt Christoph Leuchter mit seiner neuen CD zu Gast, musikalisch unterstützt wird er dabei unter anderem von Jürgen Beckers´ Begleiter Harald Claßen und dem Baesweiler Gymnasiallehrer „Manes” Zielinski.
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