Und plötzlich ist der Neuzugang König

Von: ehg
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Neuer König der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Würselen-Scherberg wurde Hans-Günter Göttgens, Prinz Benito Kemp (6.v.r.) und Schülerprinz Marcel Böhm (4.v.r.). Brudermeister Karl-Josef Offermanns (4.v.l.) und weitere Schützen wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Foto: sev

Würselen. Was das Wetter anbetrifft, kamen die St.-Hubertus-Schützen beim Königsvogelschuss auf der Anlage am Rande des Wurmtales mit einem blauen Augen davon.

Nach dem Aufmarsch der Bruderschaft mit dem noch amtierenden König Dietmar Böhm und in Begleitung der Scherberger Spellsleute unter den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps Grün Weiß Eschweiler öffnete der Himmel zwar kurz, aber heftig seine Schleusen. Ansonsten blieb es trocken, so dass der Wettstreit einen normalen Verlauf nahm. Es freute Brudermeister Karl-Josef Offermanns, dennoch eine angemessen große Zahl von Schaulustigen begrüßen zu können.

Bevor der stellvertretende Diözesanbundesmeister Dieter Woche neben Bürgermeister Arno Nelles seinen Ehrenschuss abfeuerte, entledigte er sich einer angenehmen Verpflichtung. Er verlieh Brudermeister Offermanns ob seiner jahrelangen vielfältigen Verdienste um die Pflege des Schützenbrauchtums das Schulterband mit Sebastianus-Ehrenkreuz.

Der Geehrte ist seit seinem 21. Lebensjahr Mitglied der Bruderschaft. 22 Jahre steht er schon an der Spitze der Scherberger Hubertus-Schützen. In seiner Eigenschaft als Bezirksbundesmeister ehrte Offermanns den Schützen Manfred Keil mit dem Hohen Bruderschaftsorden und Dieter Bock mit dem Sebastianus-Ehrenkreuz. Mit dem silbernen Verdienstkreuz bedankte sich der Brudermeister bei Ulrich Geilenkirchen, Michael Reinders, Fred Gier, Heiner Klinkenberg und Karl-Josef Ebeling ob ihrer Treue und Einsatzbereitschaft mit dem Silbernen Verdienstkreuz der Bruderschaft.

Zunächst ermittelte der Nachwuchs seine neuen Majestäten. Neuer Schülerprinz wurde mit dem 29. Schuss Marcel Böhm. Seinen Titel verteidigte bei den Jugendlichen Benito Kempf mit dem 21. Schuss. Der Nachwuchs hatte mit dem Holz auf der Stange kurzen Prozess gemacht. Zehn ambitionierte Schützen – darunter auch mehrere Exkönige – lieferten sich einen fairen Wettstreit. Nach dem 120. Schuss gönnten sie sich eine Auszeit, um die Spannung weiter aufzubauen und um sich für den weiteren Wettstreit Mut zuzusprechen. Danach landeten die treffsicheren Schützen einen Treffer nach dem anderen.

Wie sich kurze Zeit später zeigen sollte, schossen sie den Vogel rund um die Schraube frei, ohne dass dieser große Regung gezeigt hätte. Groß war kurz nach 19 Uhr die Überraschung. Machte doch Hans-Günter Göttgens, der erst seit Januar der Bruderschaft angehört, dem noch fast unversehrten Vogel urplötzlich den Garaus. Er erfüllte sich damit einen seit längerer Zeit schon gehegten Wunsch. Die Zahl der Gratulanten, mit denen der neue Schützenkönig um die Wette strahlte, nahm kein Ende. Den Segen Gottes für die drei neuen Majestäten erbaten als Vertreter der Kirchengemeinde St. Marien Alexandra Reiß und Stephan Schirmel. Nicht nur einmal stießen die Schützen mit dem neuen König in froher Erwartung an. Die Bruderschaft stellte außerdem ihre neue Fahne auf der Festwiese vor.

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