Würselen - Unbehandelt hat Bluthochdruck fatale Folgen

Unbehandelt hat Bluthochdruck fatale Folgen

Von: Christoph Hahn
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Auch das gehört zur Risikovermeidung: Die Reha-Experten des MZ gaben im Alten Rathaus zu Würselen praktische Einblicke in ihre Strategien zur Bekämpfung der Volkskrankheit. Foto: Christoph Hahn
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Praxisnah, für alle da: MZ-Oberarzt Dr. Raimund Busch stellte im Foyer des Alten Rathauses zu Würselen die so genannte Pulswellenanalyse als Untersuchungsmethode vor. Foto: Christoph Hahn

Würselen. Bluthochdruck gilt als eine der Volkskrankheiten Nr. 1 mit hoher Dunkelziffer. Im Anfangsstadium spürt der Betroffene keine Symptome. Unbehandelt führt der hohe Blutdruck jedoch zu fatalen Schäden an den Organen – das macht die Krankheit so gefährlich. Die Folgen: Nierenschäden, Herzinfarkte, Schlaganfall und Dialyse.

Betroffene finden Rat und Hilfe bei Dr. Heribert Fritz, stellvertretender Leiter des Zentrums für Innere Medizin im Medizinischen Zentrum (MZ) der Städteregion Aachen, sowie seinen Kolleginnen und Kollegen. Die Deutschen Hochdruck-Liga (DHL) hat mit der Zertifizierung des Krankenhauses als „Hypertonie-Zentrum“ (dem einzigen zwischen Aachen und Köln) bescheinigt, dass das MZ-Team in Sachen Hochdruck unschlagbar kompetent ist.

Dass es sich um eine tückische Volkskrankheit handelt, machte bei dem MZ-Patientenforum zum Thema im Alten Rathaus an der Kaiserstraße Hausarzt Dr. Stefan Hansen deutlich: „In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge 35 Millionen Hypertoniker – und davon sind 21,8 Millionen bekannt.“

Viele Zuhörer waren an diesem Nachmittag gekommen, um sich von den Experten aus dem MZ und ihren Mitstreitern informieren zu lassen. Aber nicht nur das: Im Foyer des Kulturzentrums hatten die Veranstalter eine kleine Informationsschau mit Ständen unter anderem zu physiotherapeutischen und ernährungsmedizinischen Gesichtspunkten des Themas arrangiert.

Gegen Ende des Forum gab es dann noch eine Verlosung. Ein Imbiss für alle Zuhörer sorgte dafür, dass sich den Teilnehmern das Anliegen der Ausrichter noch auf einer anderen Ebene als der des Verstandes erschloss.

Die Hauptrolle indes blieb den Referenten vorbehalten, allesamt Ärzte und allesamt auf ihrem Fachgebiet äußerst kundige Leute. Im Saal des Alten Rathauses hörten die Interessierten konzentriert zu, nehmen jede Information auf und können manchmal kaum abwarten, dass sie endlich (in den Pausen) ihre Fragen stellen können. Jeder Vortragende kann ihnen etwas Neues, einen ganz eigenen Aspekt bieten.

Dr. Stefan Hansen, der Hausarzt, stellt zum Beispiel das Phänomen aus der praktischen Erfahrung in seiner alltäglichen Arbeit dar. Professor Dr. Christoph Kosinski, Chefarzt der Klinik für Neurologie und außerdem Ärztlicher Direktor des MZ, schärft aus dem Wissen um die Ursachen des Schlaganfalls den Frauen und Männern auf den Stühlen vor ihm ein: „Bluthochdruck ist dabei der wichtigste Faktor“, und spricht vom unbehandelten Hochdruck aus Auslöser einer so genannten Vaskulären Demenz.

Und Kollege Heribert Fritz, der Internist, schärft den Teilnehmern die konsequente Blutdruck-Einstellung mit kochsalzarmer Nahrung, konsequent gesenktem Gewicht und anderen Vorsichtsmaßnahmen. Handfestes Wissen in einer zugänglichen Sprache – das stellt sich auch bei dieser Gelegenheit als die wirkliche Kernkompetenz der MZ-Fachleute heraus.

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