Umzug nach Kellersberg: 800 Kartons gehen auf Reisen

Von: Holger Bubel
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Alle packen mit an: Auch die Leiterin Zentrale Dienste Susan Frank (v.r.), Betriebsratsvorsitzender Walter Galle und Geschäftsleiter Frank Numan. VabW-Vorsitzender Hans Vorpeil (l.) hat alles im Blick. Foto: Holger Bubel
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Derzeit der begehrteste Mann am Standort Kellersberg: Systemadministrator Jörg Köster tut alles, um die IT ans Laufen zu bringen – und zu halten. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Wenn das eigene Kind umzieht, dann sind die Eltern gerne zur Stelle, packen mit an oder stehen hilfreich mit Ratschlägen oder dem einen oder anderen wertvollen Tipp zur Seite. Den VabW, den Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung mit Sitz in Alsdorf, den darf man getrost als „Kind“ des Vorsitzenden und Gründungsmitglieds Hans Vorpeil bezeichnen. Und da war es auch klar, dass er sich sehen lässt, wenn „seine“ Einrichtung im Umzug steckt.

Mit dem Anpacken will es aus Altersgründen nicht mehr so richtig hinhauen, doch als Motivator der VabW-Angestellten, die nach der ausgegeben Parole „Jeder packt mit an“ in diesen Tagen mächtig ins Schwitzen geraten, ist der Landtagsabgeordnete im Ruhestand allemal in seinem Element.

„Das ist hervorragend, was die Mitarbeiter hier logistisch leisten“, ist Vorpeil denn auch voller Lob. Und zu leisten haben sie eine ganze Menge: Der Umzug aus den Räumen in der ehemaligen Hauptschule Ofden an der Alfred-Brehm-Straße hin in die beiden neuen Standorte, der alten Grundschule Kellersberg am Nordring und dem VHS-Gebäude Ostring, ebenfalls in Kellersberg, verlangt den Mitarbeitern einiges ab: „Insgesamt haben wir 800 Umzugskartons gepackt, die nach Kellersberg beziehungsweise zur Archivierung in das Gebäude der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft (GSG) an der Herzogenrather Straße 100 transportiert werden müssen“, berichtet die VabW-Leiterin Zentrale Dienste, Susan Frank. Und das alles geschieht bei laufendem Geschäft, denn die VabW-Bildungsangebote gehen ohne Unterbrechung und so reibungslos wie möglich unter den gegebenen Umständen weiter.

Den Umzug an den Ostring haben die VabW-ler selbst gestemmt, haben auch in den Herbstferien und an den Wochenenden gearbeitet. Doch für den Standort Nordring, an dem die größte Zahl der Schulungs- und Geschäftsräume beheimatet ist, habe man sich Profis mit ins Boot geholt, erklärt Susan Frank. Profis haben auch die beiden Gebäude in Kellersberg den Bedürfnissen des VabW angepasst, für insgesamt rund 450 000 Euro wurden sie hergerichtet. Auch dafür kommt ein Lob von Hans Vorpeil: „Die Stadt Alsdorf hat alle Zusagen eingehalten. Jetzt haben wir das ehrgeizige Ziel, das Gebäude besenrein bis Mitte Dezember zu übergeben. Dann kann die Stadt Anfang des Jahres loslegen.“ Damit gemeint ist der Rückbau des Gebäudes an der Alfred-Brehm-Straße.

Kritik der Anwohner

Ein nicht unumstrittener Abriss. Denn in der Folgenutzung soll das Gelände zu hochwertigem Bauland für Wohngebäude erschlossen werden.

Das stieß in der Vergangenheit auf heftige Kritik der Ofdener Bürger, die eine unkontrollierte Ausweitung der städtischen Bebauungspläne auf Grün- und Erholungsflächen in ihrem Stadtteil befürchteten. Letztlich entschied der Stadtrat trotz der Proteste für die Räumung und den Abriss der alten Immobilie und die Nutzung des rund 18.500 Quadratmeter großen Areals als Neubaugebiet. Einnahmen von etwa 700.000 Euro für das maue Stadtsäckel sollen dadurch generiert werden.

Die Arbeit des VabW soll aber durch die nicht gerade harmonisch geführte Auseinandersetzung zwischen Politik, Verwaltung und Ofdener Bürgerschaft zur Entscheidungsfindung nicht getrübt werden. „Wir sind sicher, auch an neuer Wirkungsstätte in Kellersberg die bisherige Arbeit zur Verbesserung der Situation der benachteiligten jungen Menschen im Interesse der kommunen fortsetzen zu können“, betont Hans Vorpeil.

Bis der Betrieb aber störungsfrei und unbeeinflusst weiter laufen wird, ist noch eine Menge zu tun, die 800 Umzugskarton wollen schließlich ausgeräumt und die neue Heimat erobert sein.

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