Umzug an den Wisselsbach oder eine dritte Grundschule?

Von: js
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Würselen. „Fakt ist, dass unsere Schule schon jetzt zu klein ist.“ Josef Palm, Schulleiter der Grundschule Würselen-Mitte, berichtete dem Bildungsausschuss der Stadt, dass Unterricht mit individueller Förderung in den vorhandenen Räumlichkeiten „schlicht nicht möglich“ sei. Möglichkeiten zur räumlichen Aufstockung der Gebäude an der Friedrichstraße seien auch nicht gegeben, räumt der Beigeordnete Roger Nießen ein.

Ein Problemaufriss, der sich noch verschärfen wird. Durch Zuzug vor allem im Stadtzentrum und die direkte Integration zugewanderter Kinder in den Regelunterricht der Grundschule, braucht es auch hier mehr Plätze um die wohnortnahe Beschulung gewährleisten zu können.

Nach mehrheitlichem Willen des Bildungsausschusses soll die Erhöhung der Eingangsklassen schwerpunktmäßig durch Erweiterung der Grundschule Mitte umgesetzt werden. Im kommenden Schuljahr soll sie daher um einen Klassenraum erweitert werden. Das Raumproblem sei damit allerdings noch nicht gelöst. An dieser Stelle brachte die Stadtverwaltung die Gebäude der Realschule Tittelsstraße/Wisselsbach erneut ins Spiel. Zuletzt hatten die Mehrheitsfraktionen einen Umzug der neuen Gesamtschule auf das Gelände abgelehnt. In der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses haben sie gegen die Stimmen der Opposition die Verwaltung mit der Aufgabe betraut „zur Erweiterung der Grundschullandschaft“ eine Nachnutzung der Gebäude zu prüfen. In der ursprünglichen Beschlussvorlage war noch spezifisch von der räumlichen Erweiterung der GGS Mitte die Rede. Dass dieser Prüfauftrag erst der Anfang einer langen Debatte sein könnte, zeigten Gedankenspiele der Ausschussvorsitzenden Doris Harst, die am Ende der Ausschussberatungen die Möglichkeit einer dritten Grundschule in der Stadtmitte in den Raum stellte. Schließlich hätten alle Schulen erhöhten Raumbedarf.

Unstrittig zur Kenntnis genommen wurde die Einrichtung eines Deutsch-Intensiv-Kurses (DIKu) an der Wurmtalschule in Scherberg. Diese DIKu-Klasse sorgt seit Anfang des Schuljahres dafür, dass neu zugewanderte Kinder innerhalb kürzester Zeit für den Regelunterricht an der Grundschule fit gemacht werden. Vorgesehen ist ein Verbleib von etwa sechs Monaten pro Grundschüler mit einem sukzessiven Übergang in den Unterricht an einer wohnortnahen Grundschule. Im vergangenen Jahr wurden 23 zugewanderte Kinder im Grundschulalter an Würselener Grundschulen vermittelt, berichtete Schulrat Constantin Mertens dem Ausschuss.

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