Herzogenrath - Umbau von St. Mariä Verkündigung: Kirche multifunktional nutzbar

Umbau von St. Mariä Verkündigung: Kirche multifunktional nutzbar

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Die Umgestaltung steht unmittelbar bevor: Der Kirchenraum von St. Mariä Verkündigung in Herzogenrath-Bank präsentiert sich derzeit noch im ursprünglichen Zustand. Foto: Bernd Schaffrath
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Die Animation zeigt, wie der Bereich umgestaltet und modernisiert werden soll, um ihn als Gemeindezentrum für größere Veranstaltungen nutzbar zu machen. Animation: Ursula Wilms, Architektin
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Die Kirche St. Mariä Verkündigung in Herzogenrath-Bank: Gemeindeleben erhalten und gleichzeitig Kosten sparen – das ist beim Umbau im Kirchenschiff und des Eingangsbereichs die Maxime.

Herzogenrath. Eine multifunktionale Nutzung wird die katholische Kirche St. Mariä Verkündigung in Bank nach ihrem Umbau, der am Montag, 16. Januar, beginnt, erfahren. Sie steht dann der Gemeinde nach wie vor hauptsächlich als liturgischer Raum aber auch als Gemeinderaum für größere Veranstaltungen, Gruppenstunden und Begegnungen mit Foyer, Küche und Toiletten in einem zur Verfügung.

Unter dem Begriff „KIM“ des Bistums Aachen hatten sich alle Kirchengemeinden fragen müssen, welche Objekte sie noch weiter unterhalten können oder nicht: „Kirchliches Immobilienmanagement“. Demnach wurden auch die fünf Kirchen, Jugendheime und weiteren Gebäude der katholischen Kirchengemeinde Christus unser Friede in Kohlscheid unter die Lupe genommen. Einige Gebäude gerieten dabei auf eine „rote Liste“.

Die Gemeinde musste Kompensationen schaffen – einerseits um Gemeindeleben zu erhalten, andererseits um Kosten einzusparen. Daraus entstand für Bank die Idee, das eh baulich desolate Jugendheim an der Amstelbachstraße aufzugeben und den Veranstaltungsraum in die Anfang der 50er Jahre errichtete Kirche zu integrieren. Verschiedene Architekten wurden beauftragt, dazu Ideen zu erarbeiten und in Abstimmung mit dem Bistum Aachen wurde Architektin Ursula Wilms mit der Detailplanung beauftragt.

Diese sind zwischenzeitlich so konkret, dass der Bauantrag nicht nur gestellt, sondern auch schon genehmigt wurde und die Bauarbeiten beginnen. Mitte Januar ist es soweit.

Dreiteiliger Kubus

Erforderliche Abbrucharbeiten werden vorgenommen, bevor der dreiteilige Kubus der Kirche so umgestaltet wird, dass er multifunktional genutzt werden kann. Der heutige Altarbereich mit seinen 70 Quadratmetern bleibt dabei weitestgehend unberührt. Lediglich der Altar wird versetzt und der Ambo drehbar gestaltet, so dass in diesem Bereich Werktagsgottesdienste gefeiert werden können.

Dieser Bereich wird vom künftigen Gemeinderaum, der sonntags für größere Eucharistiefeiern zum liturgischen Raum einbezogen wird, ansonsten durch einen Metallvorhang getrennt. So kann dieser Raum auch für weltliche Feste genutzt werden. 140 Quadratmeter stehen der Gemeinde dort zur Verfügung.

Dafür wird es unterschiedliche Möblierungen geben: für Gottesdienste Stuhlreihen, für Veranstaltungen entweder Stühle oder aber auch mit Tischen. Für die heutigen Bankreihen gibt es also keine Verwendung mehr. Daher veräußert die Kirchengemeinde diese an Interessenten, die sich an das Pfarrbüro unter Telefon 02407/9084-0 wenden können.

Der Eingangsbereich wird völlig neu gestaltet werden. Ein künftiges Foyer mit 48 Quadratmetern erschließt die Möglichkeit, eine Küche, Toiletten, Lagerraum, Treppenhaus und einen Lift unterzubringen. Darüber, die heutige Orgelempore, werden zwei Gruppenräume und eine Empore mit weiteren 91 Quadratmetern Nutzfläche entstehen.

„Wichtig war uns vor allem, Liebgewonnenes möglichst zu erhalten“, berichtet Pfarrer Rainer Thoma von den Planungen. Heiligenfiguren und Kreuzweg etwa werden nach dem Umbau wiederzufinden sein.

Ein neuartiges Konzept für Kirchenraum und Begegnungsstätte, der sich die Verantwortlichen in Christus unser Frieden stellen. Nachdem die Planungen den Gremien in Bank aber auch der Gemeinde vorgestellt wurden, steht fest, dass Liturgie und Gemeinschaft künftig in einem Raum gelebt werden können.

Der Kirchenvorstand beauftragte Arnold Dohmen, die Planungen und die Umsetzung fachlich zu begleiten. Der pensionierte Diplom-Ingenieur und Architekt sowie frühere Kirchenvorstand blickt nun gespannt auf die bauliche Umsetzung. Während der erste Bauabschnitt schon vor Ostern fertig sein soll, wird danach mit der Umgestaltung des Sakralbereiches und des Gemeinderaums begonnen.

So können die Osterfeierlichkeiten noch stattfinden, aber gleichzeitig das Bauvorhaben vorangetrieben werden. Mit einer Fertigstellung ist Mitte dieses Jahres zu rechnen. Das Bauvorhaben ist mit rund 600.000 Euro an Planungs- und Baukosten veranschlagt worden, wobei die Gemeinde zur Finanzierung Immobilien veräußert. Auch wenn sich so um die Kirche herum einiges verändern wird, hat die Gemeinde dennoch darauf geachtet, dass ein „Umfeld“ erhalten bleibt, um beispielsweise Gemeindefeste weiterhin im Schatten des Kirchturms von Sankt Mariä Verkündigung feiern zu können.

Am Sonntag, 15. Januar, wird Pfarrer Rainer Thoma im Gottesdienst um 11 Uhr die Gemeinde darauf einstimmen, sich von der Orgel und dem Kirchenchor zu „verabschieden“.

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