Umbau der neuen Räume ist für die Tafel ein Kraftakt

Von: ehg
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Würselen. Seit sieben Jahren besteht die Würselener Tafel in der Klosterstraße 108. In dieser Zeit ist sie zu einem festen Bestandteil der sozialen Einrichtungen der Stadt und zu einer wichtigen Anlaufstelle für viele bedürftige Menschen geworden. Die Einrichtung wird zwar bestehen bleiben, aber den Standort wechseln.

„Das klingt einfach, bedeutet aber viel Arbeit und bringt zusätzliche Probleme mit sich“, erläutert der Vorsitzende der Würselener Tafel, Jürgen Hohlfeld, diese neue Herausforderung. „Als wir Ende Februar 2012 von der Hauseigentümerin erfuhren, dass sie den Mitvertrag nicht verlängern wolle, weil sie die Räume grundlegend sanieren wolle, war das schon ein heftiger Schlag für den Verein.“

Der Mietvertrag ist zwar noch bis Ende 2013 gültig. Dennoch machte sich der Vorstand unverzüglich auf die Suche nach neuen Räumlichkeiten, was sich als äußerst schwierig erwiesen habe. „Entweder war die Miete zu hoch, die Lage nicht zentral genug oder die Anlieferung der Waren in der Straße nicht möglich“, sagt Ursula Best, die stellvertretende Vorsitzende. Aber schließlich habe der Vorstand Räume an der Aachener Straße 83-85 gefunden, die nach intensiven Verhandlungen sowohl räumlich als auch finanziell für den Verein akzeptabel seien. Seit Anfang des Jahres gibt es einen langfristigen Mietvertrag.

Warenausgabe und Cafeteria

Die notwendigen Umbaumaßnahmen konnten bereits in Angriff genommen werden, so dass der Umzug Ende April erfolgen kann, und zwar mit Hilfe der Jugendfeuerwehr der Stadt. Da die Tafel in das Ladenlokal eines ehemaligen Supermarkts einzieht, musste der große Verkaufsraum umgebaut werden: in einen Raum für die Abgabe der Waren und davon getrennt in einen Raum für die Cafeteria. Gerade die Cafeteria sei für die Tafelkunden wichtig, weil sie sich zu einem beliebten sozialen Treffpunkt für alle Menschen entwickelt habe, für die für einen Gaststätten- oder Café-Besuch nicht über das nötige Kleingeld verfügten, betont Hohlfeld.

Die Umbauten und die behördlichen Auflagen ließen die Kosten des Umzugs in die Höhe steigen. „Die Anbringung von Fliesen bis zu einer Höhe von zwei Metern im Sortierraum und die Neuanschaffung von pflegeleichten abwaschbaren Stühlen für die Cafeteria gibt es nicht zum Nulltarif“, erklärt Mira Vidackovic, im Vorstand für den Umbau verantwortlich.

Deshalb ersucht der Vorstand der Tafel die Bürger um Unterstützung. Hohlfeld: „Wir erhalten keine kommunale Förderung. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen.“

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