„Um gutes Wachstum bemüht”

Von: Nina Krüsmann
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Machten sich mit der Astschere ans Werk: die Mitglieder der Waldjugend beim Schneiden der Weidenruten. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Mitten zwischen Pappeln und Hopfen stehen im Würselener Stadtwald 50 Korbweiden. Etwa 450 Weiden-Arten zählen zur Familie der Weidengewächse. Im feuchten Waldboden zwischen Weiden und Verlautenheide in der Nähe des Forsthauses Laukamp fühlen sich die Korbweiden besonders wohl.

Die Aufgabe, sie zu hegen und zu pflegen und einer sinnvollen Nutzung zu übergeben, hat seit kurzem die Würselener Waldjugend übernommen. Am Samstag, dem letzten Februartag, kamen zehn Mitglieder zwischen acht und 17 Jahren mit ihren Betreuern in den Wald, um Weidenruten zu schneiden und diese anschließend den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Ab März dürfen die Laubgehölze nämlich nicht mehr beschnitten werden.

„Die Korbweiden sind in der Region einzigartig. Deshalb bemühen wir uns wieder verstärkt um ein gutes Wachstum”, erklärt Stadtförsterin Susanne Gohde. Zudem: Die Pflanze ist äußerst vielseitig verwendbar. „Bei Bastlern ist diese Weidenart so beliebt, da sie sehr biegsam und leicht zu handhaben ist.”

Das gut trocknende Holz der Weiden ist sehr leicht, zäh und faserig - als Material zum Flechten und Binden ideal. Vom praktischen Weidenkorb über Spielgeräte bis hin zu Dekorationen ist vieles denkbar. „Eine Kindergärtnerin hat heute Weiden abgeholt, da sie bald mit ihrer Kitagruppe ein Indianerzelt bauen möchte”, so die Försterin. Mit Blick auf das nahende Osterfest seien auch hübsche Nester und geflochtene Kränze denkbar.

Doch nicht nur bei Kindergärten und Schulen sind die Weidenruten gefragt. Auch viele erwachsene Bastler haben ihre Freude an dem natürlichen Material. „Wir haben häufiger Nachfragen und wollen die Interessenten nun entsprechend versorgen”, sagt Harald Dovermann, Betreuer der Waldjugend.

„Man kann mit den Ruten zum Beispiel einen Bachlauf im heimischen Garten begrenzen, einen grünen Jägerzaun, kleine Hütten oder einen Spieltunnel für Kinder bauen”, weiß der 13-jährige Marcel Turiaux. Der Schüler aus Verlautenheide ist seit 2004 bei der Waldjugend. „Im Wald zu sein und in der Gruppe die Natur zu erleben macht einfach Spaß. So kommt man auch mal aus dem Stadttrubel heraus.”

Zuerst hatte die Waldjugend geplant, die Weidenruten gegen einen kleinen Betrag zu verkaufen. „Jetzt haben wir sie aber lieber verschenkt. Hauptsache, die Bastler haben ihre Freude daran”, sagt Försterin Gohde. Kleine Spenden waren selbstverständlich trotzdem willkommen.

Fleißig waren am Wochenende auch die jüngeren Mitglieder der Waldjugend. Sie machten rechtzeitig zum nahenden Frühling die Nistkästen im Würselener Stadtwald sauber.
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