„Ultraman” Markus Joswig für Triathlon-Erfolg geehrt

Von: Lars Odenkirchen
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Empfang im Baesweiler Rathaus: Markus Joswig trägt sich im Beisein von Bürgermeister Willi Linkens (v.l.), Crewmitgliedern Michael Zobel und Stefan Schmitt sowie der Eltern Karin und Detlef Joswig ins Goldene Buch ein. Foto: Lars Odenkirchen

Baesweiler. Für diesen jungen Mann macht selbst das Goldene Buch der Stadt eine Ausnahme - das weiß auch Dr. Willi Linkens. „Eigentlich”, erklärte der Baesweiler Bürgermeister, „tragen sich Sportler ja nicht in unser Goldenes Buch ein. Aber angesichts dieser Leistung führt daran wohl kein Weg vorbei.”

Gedacht waren die lobenden Worte für Markus Joswig, der tatsächlich eine selbst für geübte Sportler beinahe unvorstellbare Leistung vollbracht hat: Beim „Ultraman” auf Hawaii, einer Extremvariante des Triathlon, wurde der 28-Jährige aus Loverich Weltmeister in seiner Altersklasse.

„Es waren die drei härtesten Tage meines Lebens”, berichtete Joswig den anwesenden Gästen aus Politik und Verwaltung, die gespannt seinen Worten folgten. Bei der dreitägigen Veranstaltung musste Joswig zunächst zehn Kilometer durch das offene Meer schwimmen, anschließend 421 Kilometer Rad fahren und zum Abschluss einen Doppelmarathon (84 Kilometer) laufen. „Der berühmte Ironman ist dagegen eine ziemlich kurze Geschichte”, scherzte Joswigs Teamchef Michael Zobel. 32 Stunden, 52 Minuten und 51 Sekunden benötigte der Extremsportler insgesamt, um die 515 Kilometer lange Strecke zurückzulegen.

Faible für Rosinenbrot

„Der zweite Tag hat mich wirklich an die Grenzen gebracht, ich hatte Knieprobleme und mein Ziel aus den Augen verloren. Doch meine Crew hat zum Glück im richtigen Moment die richtigen Worte gefunden”, erzählt Joswig über die schwierigste Zeit des Wettbewerbs. Auf die Unterstützung seines Teams konnte Markus Joswig stets zählen: Neben seinen Eltern waren auch Joswigs Teamkollegen Michael Zobel und Stefan Schmitt mit nach Hawaii gereist, um den Baesweiler Sportler nach Kräften zu unterstützen.

„Meine Crew hat mir den Rücken freigehalten und mich mit allem versorgt, so dass ich mich voll auf den Sport konzentrieren konnte”, erzählt Joswig. Einen Geheimtipp hat der passionierte Sportler dabei auch für sich entdeckt: „Zu Essen habe ich immer Energieriegel und Sandwiches bekommen. Vor allem aber Rosinenbrot - da habe ich ein echtes Faible für.”

Trinken musste der Sportler dank des tropischen Klimas natürlich auch reichlich: Bis zu 25 Liter pro Tag verbrauchte Joswig. Um sich seinen Traum überhaupt zu verwirklich, musste der 28-Jährige angestrengt trainieren. „Rund 20 bis 30 Stunden pro Woche gehen schon für Sport drauf, das ist natürlich viel Zeit neben dem Beruf”, räumt der diplomierte Bauingenieur ein.

Fast eine Stunde lang erzählte der Extremsportler schließlich von seinen Erlebnissen auf Hawaii und beantwortete die Fragen seiner Zuhörer, zu denen neben Bürgermeister Linkens auch der Ortsvorsteher Günter Markenstein sowie die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates gehörten.

„Haie”, so konnte er seine Zuhörer beruhigen, „sind mir beim Schwimmen nicht begegnet, allerdings wandern die Buckelwale genau zu dieser Zeit an der Insel vorbei. Es kann also durchaus passieren, dass man nach rechts schaut und so ein Bus an einem vorbeirauscht”, scherzte Joswig.

Ein einmaliger Höhepunkt seiner sportlichen Karriere soll der Erfolg nicht gewesen sein: Für dieses Jahr hat der Lovericher unter anderem die Teilnahme beim Zürichsee Marathon-Schwimmen (26,5 Kilometer), beim 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring” und bei einem 805-Kilometer-Radrennen in den USA eingeplant. Und auch für den November steht das Programm schon wieder fest: „Zum Jahresabschluss würde ich dann gerne noch einmal den Ultraman mitnehmen.”
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