Ulla Schmidt besucht die Produktion von Kronenbrot

Von: Michael Giesen
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So ein langes Schwarzbrot ist für die Kronenbrot-Besucher Karl Schultheis (2.v.l.), Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und Uwe Zink (rechts) schon ziemlich ungewöhnlich. Nicht hingegen für Hans Wydra (links) und Lothar Mainz (2.v.r.) von der Geschäftsleitung. Foto: Michael Giesen

Würselen. „Ballaststoffreiche Kost ist ganz wichtig - auch Vollkorn.” Diese Diktion mit dem nachgeschobenen Zusatz ist ganz typisch für sie. Und natürlich hört man ihr Lachen schon von weitem, als sie die neugeschaffene Beletage der Firma Kronenbrot in Würselen betritt: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt fühlt sich auch hier auf sicherem Parkett.

„In Berlin bringen sich die Rheinländer ab und zu Brot mit”, schmunzelt die Sozialdemokratin. Brot aus der Heimat, versteht sich. Und das trotz des Salzgehaltes, der bei den Brüsseler Eurokraten in Ungnade gefallen ist. Zumindest vorübergehend.

Eigentlich hatte die Gesundheitsministerin Ende Januar die Internationale Süßwarenmesse in Köln besuchen wollen. Dabei hätte sie auch dem Kronenbrot-Stand einen Besuch abgestattet. Da der Messerundgang ins Wasser fiel, einigte man sich ersatzweise gleich auf einen Besuch vor Ort in Würselen, dem Stammsitz des Traditionsunternehmens, das auch in Köln und Witten für NRW und die Benelux-Länder produziert.

Die schwarz-rote Regierung in Berlin bemühe sich, die weltweite Wirtschaftskrise im eigenen Land abzufedern. „Da ist der Mittelstand das Entscheidende, auf das wir bauen”, sagt das Kabinettsmitglied und betont, dass die mittelständischen Betriebe auch das Fundament der Region seien. Mittelständische Betriebe wie das Familienunternehmen Kronenbrot. „Je näher am Menschen desto weniger von der Krise betroffen”, bringt sie es auf einen Nenner.

In Familienunternehmen treffe man noch auf ein starkes Verantwortungsgefühl gegenüber den Angestellten, sagt Schmidt. Besonders hebt sie hervor, dass man bei Kronenbrot viele Schwerbehinderte beschäftige.

Für den Rundgang durch die Produktionsbereiche nimmt sich die Politikerin viel Zeit. Gut und gerne zwei Stunden. „Näher am Menschen” will auch sie sein, spricht immer wieder mit Mitarbeitern der Firma und ist überrascht über den großen Zufriedenheitsgrad, der ihr bekundet wird. Dass Kronenbrot auch Gebackenes nach Italien liefert ist ihr neu. Verwundert nimmt sie zur Kenntnis, dass die Italiener ihr Brot in zwei Folien statt nur einer eingewickelt haben möchten.

„Unsere Mitarbeiter arbeiten im Durchschnitt 18 Jahre in unserer Familienbäckerei. Dieses Jahr beglückwünschen wir Mitarbeiter sogar zum 50-jährigen Jubiläum”, hebt Lothar Mainz, geschäftsführender Gesellschafter des mehrfach ausgezeichneten Großbäckers, hervor.

Dass der Betriebsrat mit der Firmenleitung ein gutes Einvernehmen habe, streicht Karl Schultheis heraus. Der Aachener Oberbürgermeisterkandidat der SPD begleitet die Ministerin bei ihrem Besuch. Mit von der Partie ist auch Uwe Zink, SPD-Kandidat für das Amt des Städteregionsrates.

Der ist beeindruckt über die „hohen Qualitätsanforderungen, was die Sauberkeit angeht”. Der „Verwaltungsmensch” Zink wundert sich über den hohen Automatisierungsgrad in der Produktion, muss sich aber belehren lassen, dass dies auch bei normalen Bäckereien so sei. Nur eben - kleiner.

Eine Überraschung haben die Kronenbrot-Geschäftsführer Lothar und Wolfgang Mainz für Ulla Schmidt vorbereitet: Sie erhält ein speziell für sie gebackenes „Ulla-Schmidt-Brot”, ein „Bergisches Bauernbrot” aus Natursauerteig. Als sie es in den Händen hält, ist es noch ganz warm.
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