Übung an Sebastianusschule zählt über 100 Teilnehmer

Von: ehg
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Jahreshauptübung der Feuerwehr Würselen an der Sebastianusschule: Mehrere Kinder wurden von der Feuerwehr aus dem „brennenden Gebäude“ gerettet. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Groß angelegt war die Jahreshauptübung des Löschzuges Würselen-Mitte, zu der dieser unter der Leitung von Löschzugführer Ulrich Grossmann ausrückte. Angenommen wurde ein Brand im Gebäude A der Sebastianusschule an der Bahnhofstraße. Mehr als 100 ehrenamtliche Kräfte aus Feuerwehr und Rettungsdienst waren beteiligt.

Sieben Feuerwehrfahrzeuge – einschließlich Drehleiter mit Drehrohr – und fünf Rettungsfahrzeuge, drei vom Deutschen Roten Kreuz und zwei von der Johanniter Unfallhilfe, brachten sich in Position. Der Löschzug erhielt Unterstützung von der Partnerwehr Verlautenheide.

Ihr Leistungsvermögen stellten neben den Erwachsenen auch die Jugendfeuerwehr mit ihren 30 Nachwuchskräften und die Kidswehr mit 20 Feuerwehrzwergen unter Beweis. Da bei der Jahreshauptübung 2017 auch die Klasse 1c, Rektorin Susanne Drews und Lehrerin Dagmar Stienen sowie Hausmeister Mohamed Ougandou eingebunden waren, war die Resonanz bei den Schaulustigen groß, so dass es rund um das Gebäude eng wurde.

Die angenommene Übungslage war folgende: Im Rahmen einer Projektwoche hielten sich 24 Schülerinnen und Schüler der Klasse 1c samt Lehrpersonen und Hausmeister im Gebäude auf. Durch einen technischen Defekt an einem Elektrogerät kam es zu einem Brand in einem Klassenraum des ersten Obergeschosses. Die Rauchentwicklung löste den in ihm montierten Rauchmelder aus. Der Hausmeister, der sich ebenfalls im Gebäude aufhielt, aktivierte den Hausalarm und alarmierte die Feuerwehr. Sofort begannen die Lehrer „mit der geordneten Räumung des Gebäudes.

Als am Sammelplatz die Vollständigkeit der Kinder und ihrer Lehrer kontrolliert wurde, fehlten zehn Schüler. Aufgrund der offen zurück gelassenen Klassentüre kam es zu einer Rauchausbreitung auf dem Etagenflur. Weder den Lehrpersonen noch dem Hausmeister war es möglich, die Vermissten zu suchen und zu befreien.

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter Rauch aus den Fenstern des Klassenzimmers. Es war nicht mehr auszuschließen, dass sich der Brand auf andere Räume ausbreitete. Unterstützung bei der Erkundung der Lage erhielt der Einsatzleiter vom Feuerwehrmann Andreas Scholand, der die Führung des Zuges übernahm, und vom Einheitsführer des Zuges Verlautenheide, Dirk Zirbes. Aufgrund der Erkundungsergebnisse und der Entwicklung des Brandes entschloss sich der Einsatzleiter zur Bildung von zwei Abschnitten, wobei die Menschenrettung verständlicherweise Priorität besaß.

Unter Atemschutz bahnten sich Kräfte über das Treppenhaus und über eine Steckleiter von Außen durch ein Fenster im ersten Obergeschoss den Weg durch die Rauchwand. Mit Fluchthauben „ausstaffiert“ wurden die Vermissten nach draußen in Sicherheit gebracht. Zur Bekämpfung des Feuers wurden sieben C-Rohre (einschließlich Drehleiter) positioniert. Die geretteten Erstklässler wurden dem zwischenzeitlich alarmierten Rettungsdienst zur Erstversorgung überstellt.

Interesse an der Arbeit

Mit dem Verlauf der Übung war Zugführer Ulrich Grossmann zufrieden. Er freute sich über das Interesse an der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr, das ihr entgegengebracht wurde. Mit kritischen Augen würdigten der stellvertretende Stadtbrandmeister Ralf Jüsgens und Ralf Hartmann von der Stadtverwaltung, aber auch der Leiter der Altersabteilung, Klaus Wertz, und Aktive der beiden anderen Löschzüge die Leistung der Kameraden des Löschzugs Würselen-Mitte. Moderiert wurde das Übungsgeschehen von Stefan Peters vom Förderverein.

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