Würselen - Über dem Thüringer Wald wurde mächtig Tempo gemacht

Über dem Thüringer Wald wurde mächtig Tempo gemacht

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Aufwind bestens genutzt: Rudolf Matar segelt allen voran.

Würselen. Rudolf Mathar, Vorsitzender der Fluggemeinschaft Aachen (FGA) und Mitglied des LVA und des FCM, hat in Bayreuth die offene Bayrische Blockmeisterschaft gewonnen. Am letzten Wettbewerbstag nutzte er eine Konvergenzlinie über dem Thüringer Wald, um die Aufgabe mit hoher Durchschnittsgeschwindigkeit zu vollenden.

So erreichte er Platz 1 in einem Feld von 28 Wettbewerbern in der Klasse für Segelflugzeuge mit maximaler Spannweite von 18 Metern.

Segelflugmeisterschaften sind Luftrennen mit motorlosen Flugzeugen. Wenn sie einen Hilfsmotor haben, wie viele moderne Hochleistungssegler, darf dieser nur für den Start und zur Vermeidung einer Außenlandung benutzt werden.

Segelflugzeuge nutzen aufsteigende Luft, die von der Sonne am Erboden erwärmt wurde, um bis zu 2000 Meter hoch zu steigen. Diese potenzielle Energie wird in schnelles Vorwärtsgleiten über große Distanzen umgesetzt, bis ein weiterer Aufwind gefunden wird.

Typische Aufgaben auf Wettbewerben bestehen aus dem Zurücklegen von Strecken zwischen 300 bis 700 Kilometer um drei bis sechs Wendepunkte. Die Größe der täglichen Aufgabe hängt von den aktuellen Wetterbedingungen und der Stärke der Thermik ab.

GPS-basierter Flugschreiber

Die Flüge werden von einem GPS-basierten Flugschreibersystem, dem „Logger”, dokumentiert. Der Gesamtsieger wird nach einem ausgeklügelten Punktesystem aus den Tagesleistungen ermittelt.

Am letzten Tag der Bayrischen Meisterschaft erreichte Mathar eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 106 km/h über 302 Kilometer. Kommunikations- und Informationssysteme sind beim modernen Leistungssegelflug unverzichtbar.

Flugkontrollsysteme und zugehörige Computer nutzen GPS-Signale zur Navigation und zum Treffen taktischer Entscheidungen über Flugweg und den Anflug auf den Zielflugplatz.

Seit ein paar Jahren gibt es das Zusammenstoßwarnsystem „FLARM”, das automatisch per Funk über Flugweg und Höhe anderer Flugzeuge informiert und vor Kollisionen visuell und akustisch warnt.

Dieses System ist für Wettbewerbe, bei denen oft viele Segelflugzeuge in der Thermik kreisen, vorgeschrieben. Rudolf Mathar ist nun für die Deutsche Segelflugmeisterschaft in 2011 qualifiziert.

Er freut sich, dort den Flugplatz Aachen-Merzbrück mit seinem Segelflugleistungszentrum zu repräsentieren.
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