TV Weiden will „noch mehr zusammenwachsen“

Von: bj
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Die Neuen beim TV Weiden (von links): Kai Lutz, Kim Kipsieker, Jonas Scheidtweiler, Andrew Akintunde, Niclas Eich, Lars Klinkenberg und Sven Leonhardt. Nicht im Bild: Robin De Bruecker. Foto: Benjamin Jansen

Broichweiden. Sollten sich die Verantwortlichen des TV Weiden auf die Suche nach einem guten Omen für die kommende Saison begeben, sie würden schnell fündig werden. Ein Blick auf den ersten Gegner der Wölfe lässt ihre Hoffnung keimen.

Der Spielplan der Regionalliga Nordrhein sieht zum Auftakt der neuen Spielzeit nämlich vor, dass die Zweitvertretung von Tusem Essen nach Broichweiden reist (9. September, 19.45 Uhr); eben jenes Team, das die Weidener am letzten Spieltag der Vorsaison nach einem nervenaufreibenden Spiel besiegten (32:30) und so den Klassenerhalt perfekt machten.

Wenn es nach Drago Matijevic geht, dürften die Abstiegssorgen beim klassenhöchsten Team der Region in der neuen Saison gerne etwas früher verschwinden. Allerdings weiß der TV-Trainer, dass das ein schwieriges Unterfangen werden könnte. Mit Jakob Ernst (Birkesdorfer TV), Alex Senden (TV Jahn Köln-Wahn), Ben Beckers, Jan Antons (beide Westwacht Weiden) und Patrick Hombrecher (Ziel unbekannt) haben fünf Spieler den Verein verlassen, die in der vergangenen Saison eine zum Teil nicht unerhebliche Rolle gespielt haben.

„Und über Nacht Ersatz zu finden, ist leider nicht so einfach“, bedauert Matijevic. Auch wenn es ein paar Nächte gedauert hat, die Verantwortlichen des TV Weiden sind letztlich dann doch fündig geworden: Mit Rückkehrer Sven Leonhardt, Robin De Bruecker und Kim Kipsieker wurden drei Spieler vom belgischen erstdivisionär HC Eynatten-Raeren verpflichtet. Und mit Eigengewächs Andrew Akintunde (VfL Bardenberg) kehrt ein sprungstarker und wurfgewaltiger Rückraumspieler zum TV zurück.

Auf der Liste der Zugänge wird seit ein paar Tagen auch Niclas Eich (TV Bitburg) geführt, der nach einer längeren Auszeit wieder spielt und von einem Engagement in Weiden überzeugt wurde. Intensive Gespräche gab es auch mit Routinier André Thoma, der seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärte und noch eine weitere Saison dranhängt. Die restlichen freien Planstellen im Kader wurden mit talentierten Spielern aus der eigenen Jugend (Kai Lütz, Lars Klinkenberg und Jonas Scheidtweiler) geschlossen.

Dass keiner der Zugänge direkt in die großen Fußstapfen von Jakob Ernst und Alex Senden treten wird, ist auch René Matt bewusst: „Das sind zwei sehr starke Spieler, die nur schwer zu ersetzen sind“, weiß der Teammanager. „Deshalb ist es auch so wichtig, dass wir als Mannschaft noch mehr zusammenwachsen.“

Verschworene Einheit formen

Das ist zugleich die spannendste und schwierigste Aufgabe von Drago Matijevic, der in der Vorbereitung aus dem bestehenden Personal und den Zugängen eine verschworene Einheit formen muss. Dass es gerade bei den jungen Spielern zu Anpassungsschwierigkeiten kommen kann, ist dem Trainer klar: „Der Sprung von der A-Jugend in die Regionalliga ist schon sehr groß.“ Die erfahrenen Spieler sind in dieser Phase gefragt, ganz besonders setzt Matijevic auf Kapitän Thomas Weidenhaupt, Routinier André Thoma und Rückkehrer Sven Leonhardt.

Die Findungsphase läuft noch, aber René Matt hat schon jetzt einen frommen Wunsch: „Wir wollen nach den ersten Spieltagen nicht wieder mit dem Rücken zur Wand stehen.“ Ob Tusem Essen II ein guter Auftaktgegner ist, wird der Saisonstart zeigen.

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