Turniersommer in Würselen: Dressurprüfung bei Flutlicht

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Beim Turniersommer in Würselen stand nun die Dressurprüfung bei Flutlicht auf dem Programm. Foto: KW

Würselen. Das Dressurviereck war rund herum von Zuschauen gesäumt, die die schwere Dressur, eine Prix St. Georges Kür unter Flutlicht, anschauen wollten. Gerade begann das Warm-up, also die Möglichkeit für die Reiter, ihren Pferden den Prüfungsplatz zu abendlicher Stunde im gleißenden Licht ein erstes Mal zu zeigen.

Schließlich sehen auch Pferde, die die Voraussetzungen für eine schwere Dressur mitbringen, Flutlicht nicht alle Tage.

Dann ritt herein – der Geilenkirchener Marcel Wolf auf einem Steckenpferd. Gekicher und Gejohle war zu hören, als Wolf zur ersten Pirouette ansetzte. Was war los beim Dressurturnier des Reitervereins Würselen am Teuterhof? „Ganz einfach, Marcel Wolf hatte wohl eine Wette unter Reitern verloren“, erklärte Geschäftsführer Kurt Weidenhaupt. Die Zuschauer jedenfalls hatten ihren Spaß.

Wolf selbst wechselte danach Holz gegen Haut und braunes Fell und erritt auf Alvaro noch den vierten Platz. Den Sieg an diesem herrlichen Abend im Wurmtal trug Ursula Kufner davon, seit drei Jahren als Pferdewirtschaftsmeisterin im Stall des Aachener Trainers Ton de Ridder tätig.

Sie stellte Felice vor, eine neunjährige Westfalenstute, die Nadine Capellmann zum Beritt in den Stall de Ridder gegeben hatte. Mit dieser „Tanzmaus“, wie Kufner die Stute liebevoll nennt, lief ihre Kür „einfach ideal“.

Wunderbar fließend zur Musik absolvierte sie die anspruchsvollen Lektionen, so- dass nicht nur die Richter, sondern auch mancher der fachkundigen Zuschauer sie direkt für den Sieg auf der Rechnung hatte.

Den Weg zum Teuterhof, der Anlage des Reitervereins Würselen, fanden nicht nur an diesem Abend zahlreiche Zuschauer. Am folgenden Sonntagnachmittag standen insbesondere Prüfungen für den reiterlichen Nachwuchs an, von der Führzügelklasse über den Reiterwettbewerb und eine E-Dressur, die analog zur schweren Dressur vom Freitag eine Qualifikation für eine E-Kür kurz später war.

„Die Nachwuchsprüfungen haben wir absichtlich auf den Sonntagnachmittag gelegt, um der ganzen Familie die Möglichkeit zu geben, dabei zu sein“, erklärte Kurt Weidenhaupt. Das Konzept ging auf, auch bei den E-Dressuren war das Prüfungsviereck rund herum von Jung und Alt bevölkert. Der Reiterverein Würselen beendet mit dem Dressurturnier Teil zwei seines Turniersommers 2016.

In den nächsten Monaten stehen allerdings weitere Angebote wie Lehrgänge in Dressur und Springen, ein Bewegungslehrgang, ein kombinierter Physiotherapie-Kurs für Pferd und Reiter, Dressurfrühstücke oder Aufgabenreiten unter den Augen verschiedener Richter auf dem Programm.

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