Turmfalken: Sechs Jungvögel an St. Sebastian zu beobachten

Von: ehg
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Würselen. Wer in diesen Tagen an der Kirche St. Sebastian stehen bleibt und an der Ostseite zur Kuppel hinaufblickt, kann ein faszinierendes Schauspiel beobachten.

Dort machen sechs junge Turmfalken „Flugstunden“. Vergangene Woche haben sie nach rund vierwöchiger Nestlingszeit erstmals das Dämmerlicht des Nistkastens verlassen.

Nun verbringen sie die Tage damit, auf dem Fenstersims sitzend ihre Flügel zu trainieren oder aber mit scharfem Blick zu erspähen, was sich oben am Himmel und weit unter ihnen auf der Straße so alles bewegt. Oder sie dösen einfach nur vor sich hin, alle sechs zusammen auf dem Flugbrett sitzend. Sobald aber ein Altvogel mit Futter in den Fängen im Anflug ist, geraten sie in Aufregung. Ihre hellen Bettelrufe sind nicht zu überhören.

Rüttelnde Turmfalken über Felder und Wiesen sind zwar – so die hiesige Naturkundlerin Ursula Wawra – noch häufig zu beobachten, aber die Bestände des bekannten Greifvogels haben in den vergangenen Jahrzehnten stetig abgenommen. Werden doch Einfluglöcher und Brutnischen bei Gebäudesanierungen verschlossen, wodurch Nistplätze verlorengehen. Aber auch weil es an Nahrung mangelt.

Streng geschützt

Turmfalken gehören inzwischen zu den streng geschützten Vogelarten. Als ursprüngliche Feldbewohner brüten sie in Mauernischen und hohen Türmen. Als Jagdgründe brauchen sie offene Weisen und Felder, die natürlich bewirtschaftet werden. Dort jagen sie vor allen Dingen Mäuse.

Wie Wawra herausfand, ist die noch junge Streuobstwiese im Würselener Stadtwald ein willkommenes Jagdrevier für die Turmfalken von St. Sebastian. Gut zu sehen ist das Treiben von der Bushaltestelle an der Sebastianus-straße aus.

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