Turbulente Premiere mit "Füür än Flamm"

Von: ehg
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Turbulente Komödie: Das Würselener Volkstheater überzeugte seine Zuschauer mit einem vergnüglichen Lustspiel aus der Feder von Heidi Mager. Foto: W. Sevenich

Würselen. Was für eine Männerwirtschaft, zum Herzerweichen, mehr noch zum Schmunzeln und lauthals Lachen! Zum 25. Mal fuhr das Würselener Volkstheater einen großartigen Lacherfolg mit viel mundartlichem Klamauk ein, als es zum Jubiläum das „heiße“ Lustspiel „Füür än Flamm“ von Heidi Mager in der Aula des Euregio-Kollegs aufführte. Nach amüsanten und spannenden 120 Minuten waren sich alle Besucher in ihrem Urteil einig: „Dat wor schönn!“

Über die tolle Resonanz der beiden Theateraufführungen freute sich das gesamte Ensemble mit dem Newcomer Rainer Poqué aus Aachen. Sie war der schönste Lohn für die vielen Mühen, die die Aktiven des Volkstheaters in die Jubiläumsvorstellung investiert hatten.

Turbulent geht es zu im Junggesellenhaushalt der Gebrüder Knöppche. Der mittlere Bruder Aujuß (Hans Georg Queck), der mehr dem Alkohol zuspricht, als er sich um seine Klempnerei kümmert, wird von zwei Feuerwehrleuten (Heinz Schmidt und Hermann-Josef Queck) unsanft nach Hause befördert, weil er nicht mehr auf den eigenen Beinen stehen kann.

Der jüngste Bruder, Luwwi Knöppche, möchte eine Karriere als Sänger machen und ist enttäuscht, dass er den Durchbruch nicht geschafft hat. Die Rolle des Hausmannes hat – mehr oder minder freiwillig – Hannes, der älteste Bruder, übernommen.

Zugleich ist er Brandmeister bei der örtlichen Feuerwehr und in dieser Funktion das Befehlen gewohnt. Da brauchen die Zuschauer sich nicht zu wundern, was für einen Ton er seinen zwei Brüdern gegenüber an den Tag legt.

Dass es mit Hannes‘ Koch- und Waschkünsten nicht weit her ist, beklagen immer lautstärker Aujuß und Luwwi. Und Hannes: „Ihr nutzt mich schamlos aus. Wenn ich nicht aufräumen würde, wären wir längst im Dreck erstickt.“ Drauf setzt Aujuß: „Ein Weib kann nicht schlimmer sein!“

Dass sich etwas ändern und eine Frau ins Haus muss, darin sind sie sich am Ende einig. Auf getrennten Wegen gehen sie das Problem an. Zunächst gibt Luwwi eine Heiratsannonce auf. Dass die Bewerberin gut aussieht, hat für ihn Priorität. Anders ist es bei Aujuß. Seine „Haushälterin“ muss gut kochen können. Da die Firma, die Geselle (Fränz Möller) mit dicken Sprüchen über Wasser hält, schwächelt, ist dem ältesten Bruder an neuen Aufträgen gelegen.

Bei Luwwi stellt sich Schackeling Fenke (Nadine Schröder), die vor ihrem Ex das Weite sucht, ein. Dann erscheint Soffi Lachnet (Hiltrud Queck) auf der Bildfläche. Doppelt den dritten Gang legt Mala Jäjer (Gisela Schröder) bei Hannes Knöppche ein, der nicht so richtig weiß, wie ihm geschieht. Für Mala sind Männer wie er in Uniformen unwiderstehlich. Am Ende löst sich zwar nicht alles in Wohlgefallen auf. Aber: Es gibt ein Happy End!

Im Rahmen der Premiere nahm Gründerin Marianne Thelen für ihre 25-jährige Treue zum Würselener Volkstheater aus der Hand der Vorsitzenden Gisela Schröder eine Ehrenurkunde, ein Präsent und einen Blumenstrauß entgegen. Für zehnjährige Mitgliedschaft bedankte sich die Vorsitzende bei Nadine Schröder und Bernd Römer.

Weitere Aufführungen finden am Samstag, 2. November, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 3. November, um 18 Uhr im Kulturzentrum Frankental in Stolberg, Frankentalstraße 3, statt.

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