Türkischer Generalkonsul Basa besucht Herzogenrath

Von: nina
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Hoher Besuch in der Merksteine
Hoher Besuch in der Merksteiner Emir-Sultan Moschee: Integrationsratsvorsitzender Fehmi Tarasi (2.v.l.) sowie Vertreter und Gäste der Moschee begrüßten am Boscheler Berg den türkischen Generalkonsul Mustafa Kemal Basa (4.v.l.). Foto: Nina Krüsmann

Herzogenrath-Merkstein. Zum ersten Mal hat der türkische Generalkonsul Mustafa Kemal Basa Herzogenrath besucht. Er traf sich mit Vertretern der Gemeinde der Emir-Sultan-Moschee und Bürgermeister Christoph von den Driesch am Boscheler Berg in Merkstein.

„Ziel dieses ersten Zusammentreffens ist es, sich kennenzulernen, sich über die aktuelle Situation der Türken in Herzogenrath und etwaige Probleme auszutauschen”; erklärte der Integrationsratsvorsitzende Fehmi Tarasi. Er begrüßte den hohen Besuch aus Köln und seine drei Begleiter, die Attachés für die Bereiche Arbeits- und Sozialwesen, Erziehungswesen und religiöse Angelegenheiten. Die 2001 erbaute Moschee ist die einzige in Herzogenrath und hat 140 Mitglieder. „Hier wird fünfmal am Tag gebetet, wir haben einen eigenen Fußballverein, veranstalten einen Basar und Deutschkurse”, erläuterten Tarasi und der Vorsitzende Salim Basogul. In Herzogenrath sei man mit der Integration zufrieden. „Wir fühlen uns wohl, trotz gelegentlicher Probleme, die natürlich vorkommen.”

Ein Problem, über das sich auch der Konsul informierte, war das Themenfeld Jugendarbeitslosigkeit und Mangel an Ausbildungsplätzen. „Es ist wichtig, die Kinder und Jugendlichen bereits frühzeitig zu fördern. Dazu zählen auch der musisch-kreative Bereich und der Sport, die zur Entwicklung beitragen”, betonte der Integrationsbeauftragte.

„Mich interessiert die Situation der rund 1500 türkischen Bürger in Herzogenrath, ich nehme ihre Sorgen und Probleme ernst”, verdeutlichte der Konsul, der die Situation in der Stadt als positiv beurteilte. „Die Atmosphäre ist gut, das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken wohlwollend. Ein Austausch ist mir sehr wichtig”, sagte Basa, der reihum alle türkischen Gemeinden im Regierungsbezirk Köln besucht. „Die Jugend ist unsere Zukunft. Deshalb wollen wir mit entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen dafür Sorge tragen, dass sich ihre Situation verbessert.”

In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Ford wollen wir ein Bildungsprojekt vorantreiben”, sagte Basa, der sich im Anschluss zu einem längeren Vier-Augen-Gespräch mit dem Herzogenrather Bürgermeister zurückzog. „Von den Driesch ist der Gemeinde gegenüber sehr aufgeschlossen, alle drei Monate besucht er uns, um eine Sprechstunde abzuhalten”, bekräftigte Tarasi. Gemeinsam wolle man weiter an der Integration arbeiten. „Der Neubau der Moschee in Aachen ist ein wichtiges Zeichen. Der Besuch des Konsuls bei uns wird sicher nicht der letzte sein. Wir sehen sehr wohlwollend in die Zukunft”, stellte Tarasi fest.
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