Trotz finanzieller Probleme: DORV-Laden öffnet Pforten

Von: Beatrix Oprée
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DORV macht es möglich: Ab Donnerstagmorgen, 7 Uhr, gibt es in Pannesheide wieder einen Laden, in dem Anwohner Dinge des täglichen Bedarfs kaufen können. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. 3000 Flugblätter mit Eröffnungsangeboten machen die Runde im Stadtteil, jetzt ist es soweit: Der DORV-Laden (DORV = Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung) in Pannesheide öffnet seine Pforten.

In der bisherigen Dorfschenke schon erfolgreich angelaufen war der Imbiss-Betrieb unter Leitung von Gabi Radermacher. Besonders der samstägliche Suppentag scheint hier gut anzukommen. „Die Leute kommen sogar schon mit Kesseln und Weckgläsern, um Eintopf mit nach Hause zu nehmen”, freut sich Mitinitiator Wilfried Hammers, Vorsitzender des Vereins Arbeit und Umwelt in der Euregio.

Im Mini-Supermarkt haben derweil drei Menschen in Kooperation mit der Agentur für Arbeit neue feste Jobs bekommen. Eifrig haben sie die Handwerker-Profis beim Ladenausbau unterstützt und schließlich die gebraucht erworbenen Regale mit der ersten Warenladung gefüllt.

Nach einem ausgeklügelten System stehen nun Gläser, Konserven, Schachteln und Tuben - ein volles Sortiment an Lebensmitteln - für die Kunden bereit. Möglichst viel stammt aus regionaler Herstellung, Brötchen und Brot gibt es jeden Morgen frisch. Montags bis freitags von 7 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 8 bis 14 Uhr ist der neue und einzige Laden in Pannesheide künftig geöffnet.

Noch viele Ideen

Die Tageszeitung und andere Presseerzeugnisse wird es hier genauso geben wie eine leckere Tasse Kaffee und ausreichend Raum zum Klönen. Ein Büchertausch gehört zum Konzept, ein Musikertreff ist in Planung.

Viele „jecke, aber alltagstaugliche” Ideen schweben den Pannesheider DORV-Machern noch vor, etwa die mobile Pfannkuchenküche für Wanderer im Wurmtal. „Zudem sind wir mit dem allgemeinen deutschen Fahrradclub in Kontakt, um offizielles ADFC-Lokal zu werden”, schildert Hammers weitere Pläne ganz im Sinne des idealistischen Grundgedankens des Projekts - Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. „Wer weiterdenkt, kauft näher ein” zitiert Hammers den Slogan des kommenden Tags der Regionen: „Das passt genau zu uns!”

Die Finanzierung des ehrgeizigen Unternehmens, das ganz auf die mehrfach erfragten Wünsche der Pannesheider zugeschnitten worden ist, gestalte sich allerdings noch schwierig. „Rund 30.000 Euro fehlen uns noch”, sagt Hammers. Um den Kredit zurückzuzahlen, als Personalrücklagen, um Waren vorzufinanzieren - und um für eventuelle Reparaturen gewappnet zu sein. „Mit Rücklagen schläft es sich einfach besser.”

Die Initiatoren setzen aber fest auf die Zusagen zum vorgestellten Kleinkreditmodell, die noch nicht zum Tragen gekommen seien, da der Laden noch keine eigene Rechtsform habe, sagt Hammers, der seinen Idealen gemäß eine Genossenschaft anstrebt. Bis zum Sommer soll auch diese rechtliche Hürde genommen sein.

Auskünfte über die Beteiligungsformen und Möglichkeiten zur Unterstützung des DORV-Projekts erteilen Pia Anderer, Telefon 02407/59601, Manfred Radermacher, Telefon 02407/6355, und Wilfried Hammers, Telefon 02407/8456. Der DORV-Laden selbst ist zu erreichen unter Telefon 02407/5549823 und Fax 5549824.
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