Trommler und Pfeiffer bereichern seit 90 Jahren die Gesellschaft

Von: ro
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Standen im Mittelpunkt der Ehr
Standen im Mittelpunkt der Ehrungen: Winfried Mahr, Guido Bläser, Heinz-Georg Wisgens, Claudia Thevis, Günter Klinkenberg, Nils Heinichen und Christina Karhausen (v.r.). Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Das Bundestambourkorps „Alte Kameraden” feierte jetzt mit vielen guten Freunden in der festlich geschmückten Aula des städtischen Gymnasiums ein großes Geburtstagsfest.

Dass das Bundestambourkorps Alte Kameraden, dessen Gründung Mitte des Jahres 1922 auf Initiative und durch Förderung des Präses des Jünglingsvereins, Kaplan Lennartz, erfolgte, im gesellschaftlichen Leben des Stadt Würselen höchsten Stellenwert genießt, wurde bei dieser großen Feier deutlich. Ob Jungenspiele, Karneval, Schützenfest oder Vereinsfeste - die Trommler und Pfeifer des im Jahr 2006 vom Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften zum „Bundestambourkorps” ernannten Korps sind bei allen festlichen Ereignissen in Würselen und in der Region gern gesehene Gäste.

Der stellvertretende Bürgermeister Winfried Hahn attestierte dem Bundestambourkorps in Würselen echten „Kult-Status”. Diese Worte hörte Vorsitzender Günter Klinkenberg, nach Gottfried Schüller und Franz Schoenen erst der dritte Vorsitzende des Korps in der 90-jährige Geschichte, sehr gerne an diesem Abend, dessen Auftakt wegen des plötzlich hereinbrechenden Dauerregens im wahrsten Sinne des Wortes leider ins Wasser fiel.

Geplant war ein großer Sternmarsch mit sieben Blaskapellen und Korps zur Pfarrkirche St. Sebastian. Von dort aus sollten alle Musikkapellen begleitet von Fackelträger des Löschzuges Würselen-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr in einem Festzug zur Aula marschieren. Viele Zuschauer säumten bereits erwartungsvoll Markt und Kaiserstraße - doch wegen des großen Platzregens musste Korpsführer Guido Bleser den Festzug absagen. Spontan machte man aus der Not eine Tugend - das Fest in der Aula startete mit einem großen Konzert aller sieben Kapellen.

Geburtstagsständchen

Früh in der Aula waren bereits das Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg, die Herzogenrather Kapelle Straß und das Trommler- und Pfeiferkorps Vorwärts Kohlscheid, die mit zünftiger Blasmusik und einem Geburtstagsständchen für das jubilierende Bundestambourkorps die durchnässten Besucher und Musiker empfingen. Anschließend marschierten auch die weiteren vier großen Musikgruppen ein. Vorsitzender Günter Klinkenberg hieß die vielen Musiker und Freunde des Bundestambourkorps willkommen. Den Musikern dankte er für die spontane Bereitschaft für dieses improvisierte Platzkonzert in der Aula. Mit „Viva Colonia” marschierte das Bundes-Fanfarenkorps Edelweiß Kerpen in die Aula ein. Das Bundes-Fanfarenkorps, mit dem die Würselener „Alten Kameraden” seit langem befreundet sind, feierte erst kürzlich sein 90-jähriges Bestehen. Eindrucksvoll gestaltete sich der Einzug des Bundestambourkorps Hubertus Neuss mit dem Jägerzug „Jagdhorn” 1949 mit ihrem Leutnant Heiko Froitzheim. Blumenschmuckträger Peter Seeberger brachte als Geschenk für das Korps ein 25 Kilogramm schweres schmuckes „Blumenhorn” mit. Über die Blumen durften sich später die Damen freuen. Die Freundschaft der Neusser mit den Würselener Trommler- und Pfeifer dokumentiert auch ein Bild mit dem Wappen beider Korps, das Leutnant Heiko Froitzheim an Günter Klinkenberg überreichte. Imposant anschließend der gemeinsame Einmarsch vom großen Instrumentalverein Karken und vom Spielmannszug Grün-Weiß Lohn. Beim gemeinsamen Konzert glänzten die Musiker auch gesanglich beim „Heimatlied der Südtiroler”.

Der Auftakt zum 90. Stiftungsfest des Bundestambourkorps war gelungen! Vorsitzender Günter Klinkenberg freute sich über den Besuch zahlreicher Freunde des Korps. Ein besonderer Gruß galt den Ehrenmitgliedern Hubert Graf, Peter Leuchter und Heinz Wissgens, sowie den Repräsentanten der Würselener Schützengesellschaften, aus der Politik, dem Karneval und den Jungenspielen. Fred Kontzen und Stefan Donks von den Sebastianusschützen aus Stolberg gratulierten im Namen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Als Anerkennung für die Engagement überreichten sie das silberne Musikerabzeichen an Korpsführer Guido Bleser, den Vorsitzenden Günter Klinkenberg und Geschäftsführer Heinz-Georg Wissgens.

Krawattennadel als Geschenk

Das Bundestambourkorps selber zeichnete an diesem Abend die Flötisten Christina Karhausen und Nils Heinichen für ihr zehnjähriges Engagement aus. Claudia Thevis überraschte die aktiven Korpsmitglieder im Namen der Ehefrauen und Eltern mit einem besonderen Präsent: jeder aktiver Musiker erhielt anlässlich des Jubiläums eine besondere Krawattennadel mit dem Vereinsemblem. Als erste steckten sich diese Vorsitzender Günter Klinkenberg, Geschäftsführer Heinz-Georg Wissgens, Korpsführer Guido Bleser und der frühere Korpsführer Winfried Mahr an. Doch das Feiern und Pflegen von Freundschaften stand im Mittelpunkt des Abends. Zu den zünftigen Klängen der Uedelhovener Musikanten wurde bis in die Nacht gefeiert. Zu den besonderen Höhepunkten zählten am Abend die musikalischen Auftritte des Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth 1952, teilweise auch gemeinsam mit dem Bundestambourkorps Hubertus Neuss.
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