Trio „The Hookers“: Benefizkonzert vor begeistertem Publikum

Von: ehg
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Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe: Das Trio „The Hookers“ legte sich im Pfarrheim St. Sebastian mächtig ins Zeug; (v.l.) Hubert Clemens, Walter Jenniches und Jochen Solbach. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zu einem Benefizkonzert mit dem Trio „The Hookers“ hatte der Förderverein Kirchenmusik Würselen eingeladen. Herzlich begrüßte der stellvertretende Vorsitzende Roland Holland die drei Vollblutmusiker, die sich – wie auch alle Besucher – in den Dienst der Flüchtlingshilfe Würselen stellten.

Sie schlugen musikalisch den Bogen von den ehemaligen Sklaven auf den Baumwollfeldern der Südstaaten der USA hin zu den Menschen, die – heimatlos geworden – derzeit in Europa und vornehmlich in Deutschland ein neues Zuhause und eine Zukunft mit sicheren Perspektiven suchen.

Die musikalisch eindrucksvolle Reise der „Hookers“ führte zurück zu den Wurzeln des Rock‘n‘Roll und zu den großartigen Songs der zeitgenössischen Blueskomponisten und -interpreten Tom Waits, Willy DeVille und Van Morrison. Mit ihnen tauchten die Konzertbesucher ein in die Musikszene des Mississippi-Deltas mit der Blues-Metropole New Orleans. Auf der Boogie-Woogie-Autobahn rissen die drei heimischen Jazzer sie gnadenlos mit.

Bei den vorgetragenen Balladen erzeugten sie Gänsehautgefühl. Es durfte mit dem Fuß gewippt und mit den Fingern geschnippt, aber auch voller Begeisterung in die Hände geklatscht werden. Die ausdrucksstarke Stimme von Hubert Clemens, das musikalische Gesicht der „Hookers“ zielte ohne Umwege ins Herz, kraftvoll wie Joe Cocker, bluesig wie John Lee Hooker und emotional wie Tom Waits. Klavier und Kontrabass ließen ihm den Freiraum zur Entfaltung, nahmen sich dezent zurück oder trieben ihn an.

Das Publikum ist begeistert

Solistisch setzten Walter Jenniches, dessen Stil von der Vorliebe für die bluesige und erdene Spielweise der großen „alten“ amerikanischen Blues- und Boogiepianisten geprägt ist, und Jochen Solbach, der seinen Bass singen und swingen ließ, ihre eigenen Akzente. Und komplettierten dabei durch ihr technisch versierte Spielweise das unverwechselbare Unplugged-Trio. Die Bluesliebhaber kamen bei der schnörkellosen, emotionalen, berührenden und dynamischen Musik voll auf ihre Kosten. Durch stehende Ovationen brachten die Zuhörer am Ende des nicht alltäglichen Musikgenusses ihre Begeisterung zum Ausdruck.

Schade war nur, dass das Konzert nicht den Zuspruch gefunden hatte, den es verdient gehabt hätte. Erfreulich war es, dass fast 500 Euro für die Flüchtlingshilfe gespendet worden sind. Der Förderverein Kirchenmusik Würselen wird nach seinen Möglichkeiten die Hilfsaktion fortsetzen.

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