Trio „ImproVisite“ begeistert in der Scheune der Baesweiler Burg

Von: yl
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kultur nach 8
Trio „ImproVisite“: Matthias Brandebusemeyer („Jurassic Park“), Thomas Wansing (schwarzes Poloshirt) und Markus Lürick (blaues Poloshirt) brachten bei „Kultur nach 8“ das Zwerchfell zum Beben. Foto: Longerich

Baesweiler. Zum ersten Termin der beliebten Veranstaltungsreihe „Kultur nach 8“ im neuen Jahr hatte das Kulturamt Baesweiler seinen Besuchern einen besonderen Leckerbissen zu bieten: In der alten Scheune der Baesweiler Burg war das Trio „ImproVisite“ zu Gast.

Markus Brandebusemeyer, Thomas Wansing und Markus Lürick sind seit 2002 auf den Bühnen der Nation unterwegs und können sogar auf einige TV-Auftritte zurückblicken wie beispielsweise in der RTL-Show „Frei Schnauze“. In Baesweiler stand die Truppe nun schon zum dritten Mal auf der Bühne.

Wortketten gebildet

Die sympathischen Jungs aus dem Kölner Raum begannen ihr Feuerwerk der guten Laune ohne Umschweife. Mit altbewährten Improvisationsübungen gelang der Einstieg ins Programm, und die Herzen der Zuschauer wurden im Sturm erobert. Als sich Brandebusemeyer als pingeliger Hotelgast und Lürick als Kellner über die perfekte Zubereitung eines Frühstückseis stritten und dabei auf Kommando in derbes Russisch verfallen mussten, blieb kein Auge trocken. Mit einem beeindruckenden und vielseitigen Repertoire an kurzweiligen Impro-Sketchen gestaltete die Truppe die erste Hälfte ihres Programms und gab den begeisterten Zuhörern kaum Zeit zum Luftholen. Beim „Wortkettenbilden“ kam eine aberwitzige Darstellung über die Herstellung von Macaroni mit Bohrmaschine und Rohrzange zustande. Der berühmte „Baesweiler Löwe im Kreisverkehr“ wurde als lokales Wahrzeichen der Stadt natürlich ebenfalls kräftig durch den Kakao gezogen und diente einer skurrilen und schreiend komischen Wegbeschreibung als Zielpunkt.

Bevor die Truppe sich eine verdiente Pause gönnte, begab sich Wansing ans Keyboard und lieferte seinen beiden Kollegen die musikalische Begleitung für den „Pausensong“, der auf Wunsch des Publikums sowohl im Hip-Hop-, und Schlager- als auch im Heavy-Metal-Stil zum besten gegeben wurde.

Mit Beginn der zweiten Programmhälfte wurde auch das Publikum immer mehr zum „vierten Akteur“ auf und vor der Bühne. Die Jungs widmeten ihren Zuhörern im Gegenzug ein gefühlvolles Medley aus verschiedensten Werbesongs der Fernsehlandschaft als Ständchen.

Endgültig überbeansprucht wurden die Lachmuskeln, als Lürick ein Gespräch zwischen Brandebusemeyer und Wansing über den Rubik-Zauberwürfel in Gebärdensprache übersetzen musste und dabei ordentlich ins Schwitzen kam. Gleich darauf warfen sich die Künstler in Schale und performten eine Oper auf Ruhrgebietsplatt. Zwangsläufig überschütteten alle die Truppe mit donnerndem Applaus und lauten Rufen nach einer Zugabe. Diese wurde natürlich gerne gespielt. Zwei Herrschaften aus dem Publikum mussten als „Marionettenspieler“ einspringen und „bewegten“ Brandebusemeyer und Wansing während ihres heiteren Dialoges über Arztbesuche.

Marco Engels vom Kulturamt Baesweiler freute sich über eine abermals gelungene Vorstellung von „ImproVisite“, ein ausverkauftes Haus und Tränen lachende Besucher. Einem weiteren Besuch der Improvisationsgruppe in naher Zukunft steht nichts im Wege.

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