Herzogenrath - Tradition des Handwerks: Markante Gesichtszüge in Granit und Gips

Tradition des Handwerks: Markante Gesichtszüge in Granit und Gips

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
Charakterköpfe:  Heinrich Bir
Charakterköpfe: Heinrich Birkhoven stellt im KKWZ aus. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Eindrucksvolle Gesichter sind der Höhepunkt der ersten Ausstellung im Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum (KKWZ) Villa Herzogenrath nach der Sommerpause. Die Skulpturen sind das Werk des Mönchengladbacher Steinbildhauers Heinrich Birkhoven.

In seiner ersten eigenen Ausstellung präsentiert der Künstler neben Skulpturen auch Zeichnungen. „Mit Hilfe von Meißel und Messer kann ich nicht nur Steinen, sondern auch Sand, Marmor, Holz und Metall eine Form geben.

Neben Köpfen aus Granit geschlagen oder aus Gips geformt zeige ich auch einige größere Skulpturen und Akte, die teilweise auch im Außengelände zu sehen sind”, erklärt Birkhoven, der nach eigenen Worten die Gesetzmäßigkeiten des Handwerks in die Kunst übernimmt und versucht, seiner Kunst Ehrlichkeit zu verleihen. „Ich verstehe meine Kunst in erster Linie in der Tradition des Handwerks, denn das ist das Fundament kreativer Tätigkeit - und Kunst kommt ja aus dem Handwerk”, sagt er.

1954 in Viersen geboren, absolvierte Birkhoven von 1969 bis 1972 eine Steinbildhauerlehre bei Erika Stiegemann in Krefeld. Von 1972 bis 1975 arbeitete er als freischaffender Steinbildhauer in Berlin. Gemeinschaftsausstellungen mit Thomas Müller sowie kleinere Einzelausstellungen folgten. 1977 erhielt er den Meisterbrief für Steinbildhauerei an der Fachschule Freiburg.

Nach seiner Heirat mit Ehefrau Veronica arbeitete er als Steinbildhauer-Meister in der elterlichen Steinbildhauerei Mönchengladbach, bis er 1980 nach Chile auswanderte. Als selbständiger Unternehmer verarbeitete er dort Naturstein überwiegend in der Gestaltung von Fassaden, Fußböden und Möbeln aus Granit, Sandstein und Marmor. Kleinere Einzelausstellungen in Santiago de Chile und Buenos Aires folgten in den Jahren 1989 bis 1992.

1997 kehrte die Familie nach Deutschland zurück. Von 1997 bis heute arbeitet Birkhoven als selbst-ständiger Steinbildhauer in Mönchengladbach. Seit November 2011 ist er Mitglied im Bund Bildender Künstler Aachen, und über einen gemeinsamen Bekannten knüpfte er den Kontakt Hartmut Dammer, dem Leiter des KKWZ.

Die Vernissage ist am Samstag, 18. August

Die Werke von Heinrich Birkhoven sind von Samstag, 18., bis Freitag, 31. August, zu sehen. Die Vernissage ist am 18. August um 17 Uhr. Dann sowie am 25. und 26. August ist der Künstler anwesend.

Die Villa Herzogenrath an der Roermonder Straße 63 in Kohlscheid ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

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