Würselen - Tony Mono beweist: Jeder kann ein Star sein

Tony Mono beweist: Jeder kann ein Star sein

Von: Elisa Zander
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Alte Hits neu Foto: Elisa Zander

Würselen. Da steht er, der selbst ernannte „sexiest man alive”, in der Stadt „mit dem erotischsten Namen der Welt: Würselen”. Seinen roten Satin-Bademantel hat er auf die Holzdielen der Bühne der Burg Wilhelmstein geworfen, die Wollmütze gegen eine schwarze Melone getauscht und begrüßt sein Publikum mit Sounds von Shaggy und Jan Delay.

Tony Mono, der Starproduzent aus der „flirrenden Metropole” Recklinghausen, hat sich für den letzten Auftritt vor der Sommerpause die Freilichtbühne ausgesucht. Er stellt klar: „Jeder, der heute Abend hier ist, kann ein Star sein, weil jeder Hits über alles schreiben kann.”

Etliche Parodien

Diese These belegt er durchgehend in seinem zweistündigen Programm. Der Mann mit den 1000 Stimmen bietet eine Show aus Comedy, Tanz, Interaktion und Persiflagen. Getreu seinem Motto „Das geht besser” parodiert er dutzende nationale und internationale Künstler.

„Selbst Dinge, die perfekt scheinen, kann man noch verbessern”, findet er und ersetzt wie zum Beweis den Namen „Barbara Streisand” im gleichnamigen Lied von Duck Sauce schlichtweg durch seinen eigenen. Sido, Empire oft he sun, Shakira, Black Eyed Peas, Ich & Ich, Herbert Grönemeyer - Tony Mono macht vor keinem Promi und keinem Musikgenre halt.

Natürlich darf in der Stadt mit dem erotischen Namen einer seiner bekanntesten Einwohner nicht fehlen: Der „Graf”. „Das ist ein Beispiel dafür, dass man im Trend bleiben muss, denn ohne Twilight wäre das doch kein Hit geworden”, mutmaßt er über das Lied „Geboren, um zu leben”.

Mit dem Strom schwimmen scheint das Alltagsgeschäft in der Pop-Musikbranche zu sein; Songs „mit Message” liegen gerade im Trend wie der Produzent erklärt. „Wenn es wieder ein Problem mit der Pisa-Studie gibt, wird Daniela Katzenberger drüber singen”, sagt der Musikkenner. Zumindest in der Theorie seiner Vermutung steckt wohl der ein oder andere Funken Wahrheit.

Egal welches Lied, ob Pippi Langstrumpf, drei Chinesen mit dem Kontrabass oder Lambada - „legt zwei Base-Drums drunter, den Refrain singt ein Schlumpf und schon findens alle wieder geil”.

Dann hüpft er mit blonder Stoppelhaarperücke und Stirnband über die Bühne und reißt mit seiner kreischendsten Nummer alle von den Bänken.

Tony Mono braucht keine Promis, er ist selbst der Star und macht mit Seitenhieben auf „Kollegen” deutlich, dass jeder ein angesagter Star sein kann, wenn nur die richtigen Menschen dahinter stehen. Das Geschäft mit der Pop-Musik ist ein schnelllebiges.

Tony Mono hat es verstanden und setzt es gekonnt um. Am Ende verspricht er: „Wenn ich nächstes Jahr ein Konzert spiele, dann hier in Würselen.” Wenn es so sein sollte, wäre es ärgerlich, sich diese Chance entgehen zu lassen.
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