Tonnenweise Salz: Würselen für den Winter gerüstet

Von: ehg
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Lagerkapazitäten ausnutzen: Bei vielen Bauhöfen, Straßenmeistereien und Stadtbetrieben wurde im vergangenen Winter das Salz knapp. Jetzt werden vielerorts Vorräte aufgefüllt. Foto: dapd

Würselen. Dass die Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) angesichts der beiden verflossenen arbeitsintensiven Winter schon frühzeitig ihre Vorbereitungen für die kommende kalte Jahreszeit getroffen haben, begrüßten die Sprecher der Fraktionen im Ausschuss für Technik, Gebäude und Flächenmanagement.

„Wir sind gut aufgestellt”, konstatierte SPD-Sprecher Frank Zimmer. Hoffte aber gleichzeitig darauf, dass es in 2011/2012 nicht so „dicke” kommen wird, wie in den beiden letzten Jahren.

Wie die KDW darlegte, stehen im Straßendienst drei Fahrzeuge inklusive Streuer und Räumschilden bereit, ein Containerfahrzeug mit Baujahr 1992 und ein Unimog aus dem Jahr 1999 sowie das im vergangenen Winter erstmals eingesetzte neue Containerfahrzeug. Die an den Fahrzeugen montierten Streuer stammen aus den Jahren 1996, 1999 und 2006. Somit verfügt die KDW neben dem neuen Fahrzeug über zwei Altfahrzeuge mit alten Streuern, die eben bei hoher Beanspruchung zu erhöhter Reparaturanfälligkeit neigen könnten. Des weiteren stehen drei Ackerschlepper, ein Kleintransporter und eine Schneefräse zur Verfügung, in Ausnahmefällen auch weitere Fahrzeuge.

Aus beengten Straßen soll zukünftig Schnee in Ausnahmesituationen bei starken Niederschlägen weg transportiert werden, um sie befahrbar zu halten. Eine Lehre, die aus den in den letzten beiden Wintern vor allem im Bereich der Innenstadt gesammelten Erfahrungen gezogen wurde. Zur Ladung von Schnee wurde eine Leichtschaufel angeschafft. In jedem Stadtteil stehen Plätze zur Lagerung größerer Schneemengen bereit. Es haben bereits Abstimmungsgespräche mit dem Ordnungsamt der Stadt stattgefunden, so dass kurzfristig im Bedarfsfall Parkverbote verhängt werden können. Mit der Aseag wurde ein Notfallstreckennetz abgesprochen, das auch bei schlechten Witterungsbedingungen befahrbar ist.

Wie dem Bericht der KDW weiter zu entnehmen war, verfügt sie zur Zeit über drei Silos mit einem Fassungsvermögen von je rund 59 Tonnen Streusalz. Außerdem steht ein kleines Silo mit elf Tonnen Fassungsvermögen zur Beladung von Kleinfahrzeugen für den Hand- und Maschinenstreudienst zur Verfügung. Noch vor dem nächsten Winter erhält die KDW zusätzlich ein neues Silo mit einem Fassungsvermögen von rund 96 Tonnen.

Die Fundamente dafür sind bereits gegossen und härten zur Zeit aus. Im November wird es installiert und mit Salz gefüllt werden. Danach wird die KDW über eine um 51 Prozent erhöhte Lagerkapazität von insgesamt 284 Tonnen Streusalz verfügen. Zusätzlich zu dem auf dem Bauhof gelagerten Streugut werden 100 Tonnen Streusalz beim Lieferanten gegen eine geringe Gebühr von vier Euro pro Tonne deponiert, auf die jederzeit zurück gegriffen werden kann. Das wiederum mache die KDW auch im Notfall und bei leeren Silos unabhängig von hohen Marktpreisen zu Stoßzeiten und bei Lieferengpässen. Gemessen am Verbrauch der Vorjahre dürfte - so die KDW in ihrem Bericht - mit diesen Reserven auch ein strenger Winter ohne Engpässe im Streusalzvorrat zu bewerkstelligen sein.

Splitt wird gelagert

Der Witterung angepasst werden auch wieder abstumpfende Mittel wie Splitt zum Einsatz kommen. Vorräte sind bereits auf dem Friedhofsgelände St. Sebastian angelegt und können bei Bedarf aufgestockt werden. Zum Einsatz von Dritten, vertritt die KDW die Auffassung dass er nur in absoluten Notfällen erfolgen und auf einen engen Personenkreis beschränkt bleiben soll. Die KDW werde auch in Zukunft auf drei Landwirte und einen Landschaftsbauer zurückgreifen und diese bedarfsgerecht einsetzen können.
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